Besuch aus Berlin: Gemeinsam auf dem Weg zur neuen B 30

Arbeitsbesuch in Meckenbeuren

Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Digitales und Verkehr, Christian Hirte, besuchte am 21. Januar 2026 die Gemeinde Meckenbeuren. Im Mittelpunkt des Arbeitsbesuchs standen die aktuellen Planungen für die B 30-neu, die gemeinsam mit der B 31 Teil eines überregionalen Verkehrsnetzes bildet. An dem Termin nahmen auch August Schuler, MdL, die Tettnanger Bürgermeisterin Regine Rist, Vertreterinnen und Vertreter des Bundesverkehrsministeriums, des Regierungspräsidiums Tübingen sowie des Regionalverbands und der Kommunalpolitik teil.

Die Planungen zur B30 betreffen im Bodenseekreis die Städte und Gemeinden Friedrichshafen, Meckenbeuren und Tettnang. Ziel des Projekts ist es, die Ortsdurchfahrten zu entlasten, die Verkehrssicherheit zu erhöhen, Unfallrisiken und Umweltbelastungen zu verringern sowie bestehende Kapazitätsengpässe zu beseitigen. Für Meckenbeuren bedeutet dies insbesondere eine deutliche Verkehrsberuhigung der Ortsmitte und des Ortsteils Liebenau mit einem täglichen Verkehrsaufkommen von über 22.000 Fahrzeugen, darunter rund 850 Lkw.

Im Rathaus empfing Bürgermeister Georg Schellinger die rund 15-köpfige Delegation und schilderte die besonderen Herausforderungen der Gemeinde. „Das Thema Straßen prägt unser tägliches Handeln“, betonte Schellinger. „Zwei Bundes-, zwei Landes- und drei Kreisstraßen durchqueren Meckenbeuren – das erschwert die Entwicklung der Gemeinde erheblich, insbesondere entlang der Hauptstraße.“ Da es in der Region kein leistungsfähiges Straßennetz gebe, das heutigen Anforderungen gerecht wird, bezeichnete Schellinger die sogenannte Ostroute – rund 17 Kilometer lang, teils auf bestehenden Straßen, mit einer Umgehung für den Ortsteil Liebenau – als die geeignete Lösung. Sie ermögliche eine gezielte Verkehrslenkung im Einklang mit der zukünftigen Siedlungs- und Gewerbeentwicklung. Die neue Trasse werde, so Schellinger, Verkehr bündeln und so die Lebensqualität in der Region nachhaltig verbessern.

Christian Hirte zeigte sich optimistisch, dass die Vorplanung zügig abgeschlossen werden kann. Positiv wirke sich aus, dass das Regierungspräsidium Tübingen, das die Arbeiten koordiniert, bereits parallel zur Vorplanung mit der Entwurfsplanung begonnen hat.

Im Rahmen der laufenden Umweltverträglichkeitsprüfung zur B 30 neu haben Bürgerinnen und Bürger noch bis zum 16. Februar die Möglichkeit, Stellung zum vorliegenden Entwurf zu nehmen. Politik, Verwaltung und Planende sind sich der Eingriffe in Landschaft und Landwirtschaft bewusst. Ziel sei es, die Auswirkungen so gering wie möglich zu halten und durch geeignete Maßnahmen umfassend zu kompensieren. Der Runde Tisch Landwirtschaft begleitet die Planungen in regelmäßigen Abstimmungsgesprächen.

Zum Abschluss seines Besuchs informierte sich Christian Hirte bei einem Vor-Ort-Termin an der B30 über die konkrete Verkehrssituation in Meckenbeuren und die Notwendigkeit, den Ortskern dauerhaft vom Durchgangsverkehr zu entlasten.

 

 

Info

Linienbestimmung mit der Umweltverträglichkeitsprüfung zur B 30 neu

Die Öffentlichkeit kann bis einen Monat nach Ablauf der Auslegungsfrist, also bis einschließlich 16. Februar 2026, schriftlich oder zur Niederschrift beim Fernstraßen-Bundesamt oder bei den Städten und Gemeinden Meckenbeuren, Friedrichshafen, Ravensburg und Tettnang Stellung nehmen. Elektronische Stellungnahmen sind mit qualifizierter elektronischer Signatur an b30neu@fba.bund.de zu richten; einfache E-Mails sind rechtlich unwirksam.

 

BU: Der Parlamentarische Staatssekretär Christian Hirte besucht Meckenbeuren – direkt vor Ort fanden Gespräche über den Planungsstand der B30-neu statt.