Bürgerdialog in der Villa Hegenberg
Ein herbstlich dekorierter Raum, Musik von Cello und Gitarren und viele engagierte Menschen aus der Nachbarschaft: Die Villa Hegenberg war gut gefüllt, als Bürgermeister Georg Schellinger der Einladung der Nachbarschaftsinitiative folgte und gemeinsam mit Stephanie Probst von der Fachstelle Bürgerbeteiligung und Bürgerschaftliches Engagement zum Dialogabend nach Hegenberg kam.
Zum Auftakt erklang das Hegenberg-Lied – und die Anwesenden sangen kräftig mit. Waltraud Mrosek begrüßte die Gäste, Angelika Vollmer führte durch den Abend.
Im Mittelpunkt stand der direkte Austausch über aktuelle Themen in Hegenberg und der Gemeinde. Bürgermeister Schellinger informierte unter anderem über den Neubau der Kindertagesstätte Hegenberg und die Versorgung mit Kita-Plätzen, den geplanten Abriss und Neubau einiger Gebäude der Stiftung Liebenau in Hegenberg sowie über die anstehenden Arbeiten an den Wasserleitungen in der Adolf-Aich-Straße, Josef-Wilhelm-Straße, Don-Bosco-Straße und am Bodelschwinghweg. Diese werden in vier Bauabschnitte unterteilt und beginnen im Oktober. Auch der beabsichtigte Neubau des Feuerwehrhauses in Liebenau war Thema.
Gerade bei den geplanten Bauarbeiten zur Wasserversorgung kamen konkrete Fragen und Ideen aus der Nachbarschaft auf. So wurde überlegt, wie die Parksituation für die Anwohner während der einzelnen Bauabschnitte möglichst gut gelöst werden kann. Schellinger war gerne bereit, die Ideen durch die Gemeindeverwaltung prüfen zu lassen und Rückmeldung zu geben.
Der Gesprächsbedarf ging über Hegenberg hinaus. Die rund 20 Anwesenden interessierten sich unter anderem für die Klinikversorgung im Bodenseekreis, den aktuellen Stand beim Brückenprovisorium Grenzbach/Eschach, die Wasserversorgung nach dem vergangenen Hitzesommer und die Gemeinwesenarbeit in den Lebensräumen.
Besonders deutlich wurde an diesem Abend, welchen Stellenwert die Villa Hegenberg für die Nachbarschaft hat. Seit fast 20 Jahren schafft die Initiative dort einen lebendigen Treffpunkt und organisiert zahlreiche Angebote. Die Ehrenamtlichen bedankten sich ausdrücklich bei der Gemeinde für die Übernahme der Miet- und Nebenkosten.
Wie vielfältig das Leben in der Villa ist, zeigt allein das Programm im Oktober: Ein Frühstückstreff gehört ebenso dazu wie eine Gruselparty für Kinder, ein Erntedank-Schlemmer-Abend oder Spiel und Spaß für Kinder. Die Villa ist dabei mehr als ein Veranstaltungsort. Über die regelmäßigen Begegnungen ist ein enges nachbarschaftliches Netzwerk entstanden, in dem man sich gegenseitig unterstützt – eine Ressource, die gerade mit zunehmendem Alter an Bedeutung gewinnt.
Für Georg Schellinger ist dieses Engagement ein wichtiger Baustein für das Zusammenleben in der Gemeinde. Sein Fazit des Abends: „Es sollte viel mehr Villa Hegenbergs in unserer Gemeinde geben.“
