Sammletshofer Steg: Bauarbeiten beginnen

Fragen und Antworten aus dem Bürgerdialog

Der aus dem Jahr 1898 stammende Sammletshofer Steg musste im September 2025 abgerissen werden. Eine Routine-Prüfung hatte ergeben, dass er nicht mehr sicher ist. Leider war eine Sanierung nicht möglich. Bürgermeister Georg Schellinger wurde im Rahmen des Bürgerdialogs „Laufend im Gespräch“ mehrfach darauf angesprochen. Wer bei dem Gespräch auf dem Kirchplatz nicht dabei sein konnte, findet hier die Antworten.

Gerade können Bürgerinnen und Bürger im Gemeindegebiet zwei beliebte Abkürzungen nicht nutzen. Eine davon ist der Sammletshofer Steg. Tut sich da etwas?

Georg Schellinger: Wo immer ich - wie im Juni auf dem Kirchplatz während des Bürgerdialogs – ins Gespräch komme, werde ich auf den Sammletshofer Steg angesprochen. Er ist eine wesentliche Verbindung über die Schussen – dessen sind sich der Gemeinderat und ich bewusst. Deshalb setzen wir alles daran, dass der Sammletshofer Steg zum Jahresende wieder benutzbar ist.

Was wurde bereits unternommen?

Schellinger: Unmittelbar nach der Sperrung des Sammletshofer Stegs und der Einschätzung des Ingenieurbüros, dass die Schäden irreparabel sind, hat die Verwaltung bereits mit den Planungen des Neubaus begonnen. Der Gemeinderat hat in mehreren Sitzungen die nötigen Schritte beschlossen, sodass alle Formalitäten in die Wege geleitet, Fördermittel beantragt und die nötigen Mittel im Haushalt 2026 eingeplant werden konnten. Die Arbeiten wurden ausgeschrieben. Jetzt beginnen die Bauarbeiten.

Was kostet der neue Steg?

Im Haushalt 2026 wurden 900.000 Euro eingeplant, zusätzlich 250.000 Euro für das Jahr 2027. Damit lagen wir hier bereits bei 1,15 Millionen Euro – allerdings inklusive der Planungsleistungen. Die erste Kostenberechnung für die Bauausführung betrug später bereits rund 972.000 Euro. Die Ergebnisse der Ausschreibung für die Erdarbeiten, die Gründung, die Stahlbeton- und die Stahlbauarbeiten lagen mit 1,13 Mio. Euro deutlich darüber. Die hohen Kosten sind insbesondere auf die Rahmenbedingungen der Ausschreibung zurückzuführen. Dazu zählen die aktuelle Marktsituation, die unterjährige Ausschreibung sowie die hohe Auslastung spezialisierter Unternehmen. Bis zu 60 Prozent der förderfähigen Kosten werden voraussichtlich durch Zuschüsse über das Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzgetragen.

Hätte man angesichts der angespannten Haushaltssituation die Ausschreibung eher verschieben sollen, um Geld zu sparen?

Schellinger: Eine Verschiebung der Maßnahme haben wir geprüft, das kam jedoch für Verwaltung und Gemeinderat nicht in Betracht. Unser Ziel ist es, die Fußgängerbrücke rechtzeitig fertigzubauen, möglichst bevor die Brochenzeller Brücke im Spätherbst wegfällt.

Warum wird der neue Stahl-Steg nicht für Radfahrer oder Reiter zugelassen?

Schellinger: Radfahrer müssen auf der künftig zweieinhalb Meter breiten Querung absteigen, Reiter einen anderen Weg wählen. Denn eine für Radfahrer und Fußgänger zugelassene und förderfähige Brücke müsste mindestens 4,50 Meter breit sein. Sie hätte auch ganz andere Auf- und Abfahrten zu bestehenden Wegen benötigt. Das wäre unverhältnismäßig teuer geworden.

 

Der Sammletshofer Steg ist als wichtige Querung über die Schussen unverzichtbar, um die Teilorte zu verbinden – insbesondere im Hinblick auf den geplanten Wegfall der Brochenzeller Brücke. Die neue Stahlbrücke wird 2,50 Meter breit und darf nur von Fußgängern benutzt werden. Radfahrer müssen absteigen.