
Der Brunnen im Hof des Schlosses Brochenzell plätschert wieder.
Rechtzeitig zum Schlossfest haben Jürgen Sterk, Kollegen vom Bauhof der Gemeinde sowie vom Zweckverband Wasserversorgung Unteres Schussental (ZWUS) und Handwerker aus der Region das steinerne Kleinod auf dem Humpisareal in dem Meckenbeurer Teilort wieder in Ordnung gebracht. 1624 erstmals errichtet und im Jahr 2000 zuletzt ersetzt, ergänzte der Brunnen, der auch zu Ostern geschmückt wurde, viele Jahre das repräsentative Ensemble aus Innenhof, Schloss und Nebengebäuden.
Doch im Lauf der Jahrzehnte waren die Fugen zwischen den Brunnenelementen undicht geworden. An der Kunststoffbeschichtung im Innern hatte der Zahn der Zeit genagt. Wie aber lassen sich Fugen und Wasserbecken dauerhaft abdichten? Und welche Handwerker bringen genügend Geduld und Zeit für das Projekt mit?
Der Brunnen wurde schließlich von Spezialisten mit einem Laserscanner vermessen. Auf Basis der 3D-Daten entstand eine metallene Wanne, die mit viel Fingerspitzengefühl eingepasst wurde. Das Edelstahlbecken füllt den Brunnen nun innen aus. Anschließend wurden die Steinelemente gereinigt und die Ritzen neu verfugt. Auch die Technik im Brunnenschacht, die Wasserleitung und der Absperrhahn mussten generalüberholt werden.
Jürgen Sterk und seine Mitstreiter freuen sich, dass der Brunnen seit Ende April endlich wieder in Betrieb ist - und von den Gästen des benachbarten Biergartens bereits bestaunt wurde.

