Menschen geehrt, die Leben retten

„Blutspenden ist im Vergleich zu dem, was es bewirken kann, nur wenig Aufwand“, betonte Schellinger in seiner Ansprache. Als Gemeinde wolle man den Blutspenderinnen und Blutspendern diese besondere Aufmerksamkeit und Anerkennung gerne zukommen lassen – als Dank für ihr wiederholtes Engagement, ihre Zeit und ihren Mut. Den natürlich kostet den einen oder anderen der Piecks in den Arm ein wenig Überwindung.
Der gemütliche Biergarten des Schlosses Brochenzell bot einen passenden Rahmen. Nach der Ehrung durch Georg Schellinger und Günther Kerndl, den stellvertretenden Vorsitzenden des DRK-Ortsvereins Tettnang, stand vor allem der persönliche Austausch im Mittelpunkt. Die Gemeinde hatte alle 18 anwesenden Jubilare zu einem gemeinsamen Abendessen eingeladen. In entspannter Runde wurden Erfahrungen geteilt, Erinnerungen ausgetauscht und Kontakte geknüpft. Gerade diese Gespräche machten deutlich, wie viel Gemeinschaftssinn und Verantwortungsbewusstsein hinter dem langjährigen Engagement der Blutspenderinnen und Blutspender stehen.
Dabei schenken Blutspender weit mehr als einen halben Liter Blut. Hinter jeder Spende steht die Möglichkeit, einem schwerkranken oder verletzten Menschen das Leben zu retten. Denn Blut kann weder künstlich hergestellt noch unbegrenzt gelagert werden. Jeder Mensch, der nach einem Unfall, bei einer Operation oder während einer Krebstherapie Blut benötigt, ist darauf angewiesen, dass andere freiwillig spenden.
Eine Blutspende bedeutet zudem auch einen gewissen Zeiteinsatz. Für Anmeldung, Untersuchung, Spende und Ruhephase investieren Spenderinnen und Spender pro Termin rund 45 bis 60 Minuten. Wer 100-mal Blut spendet, bringt damit insgesamt 45 bis 60 Stunden seiner Freizeit für andere Menschen auf – fast zwei volle Tage. Bei 175 Spenden summiert sich dieser Einsatz sogar auf 78 bis 105 Stunden, also bis zu viereinhalb Tage. Diese Zeit schenken die Geehrten Menschen, die sie meist nie kennenlernen werden.

Besonders bemerkenswert ist dieses Engagement vor dem Hintergrund, dass bundesweit nur rund drei Prozent der Bevölkerung regelmäßig Blut spenden.
Bürgermeister Schellinger nutzte die Ehrungsfeier deshalb auch, um allen Blutspenderinnen und Blutspendern seinen ausdrücklichen Dank auszusprechen. Ob zehn oder 175 Blutspenden – jede einzelne Spende sei ein Akt gelebter Solidarität und echter Menschlichkeit. Die Geehrten hätten über viele Jahre hinweg dazu beigetragen, dass Menschen in Not die notwendige medizinische Versorgung erhalten. Georg Schellinger ließ es sich nicht nehmen, die außergewöhnliche Leistung von Franz Baier besonders zu würdigen. Er hat bereits 175 Mal in seinem Leben Blut gespendet. Auch wenn Männer sechs Mal im Jahr Blut spenden dürfen, bedarf es vieler Jahrzehnte an Engagement, um eine so besondere Menge Blutspenden zu erreichen.
Ein besonderer Dank galt zugleich dem DRK-Ortsverein Tettnang und seinen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. Ohne ihre Organisation, ihr Herzblut und ihre Flexibilität wäre die lebenswichtige Versorgung mit Blutkonserven nicht möglich. Erst das Zusammenspiel von engagierten Spenderinnen und Spendern sowie den Ehrenamtlichen des Deutschen Roten Kreuzes macht diese Rettungskette möglich.
Die Gemeinde Meckenbeuren und das Deutsche Rote Kreuz hoffen, dass das Vorbild der Geehrten viele weitere Menschen motiviert, selbst Blut zu spenden. Denn jede Blutspende zählt – und kann Leben retten.
Nächste Blutspendetermine in der Region
- Donnerstag, 23. Juli 2026 – Friedrichshafen, DRK-Ortsverein, Rotkreuzstraße 2, 14.00 bis 19.30 Uhr.
- Freitag, 7. August 2026 – Bad Wurzach-Hauerz, Turn- und Festhalle, 14.30 bis 19.30 Uhr.
- Mittwoch, 12. August 2026 – Ravensburg-Weißenau, Festhalle, An der Bleicherei 3, 14.00 bis 19.30 Uhr.
- Donnerstag, 13. August 2026 – Bergatreute, Gemeindehalle, 14.30 bis 19.30 Uhr.
- Freitag, 4. September 2026 – Kißlegg, Festhalle, 14.30 bis 19.30 Uhr.
Weitere Termine sowie die Online-Terminreservierung finden Interessierte auf der offiziellen Seite des DRK-Blutspendedienstes: DRK-Blutspendedienst – Blutspendetermine.

Bildunterschrift: Bürgermeister Georg Schellinger ehrte Spenderinnen und Spender für 10, 25, 50, 75, 100, 125, 150 und sogar 175 Blutspenden. Nach den Ehrungen klang der Abend bei einem von der Gemeinde spendierten Essen in geselliger Runde aus. Die 18 Geehrten haben mit ihrer Spende Verantwortung für ihre Mitmenschen übernommen – freiwillig, selbstlos und ohne eine Gegenleistung zu erwarten.
Titel GN
Was verbindet Menschen, die zehn-, fünfzig- oder sogar 175-mal Blut gespendet haben? Sie alle schenken Fremden das Wertvollste, was sie geben können: die Chance auf Leben. Für dieses außergewöhnliche Engagement hat die Gemeinde Meckenbeuren gemeinsam mit dem DRK-Ortsverein Tettnang ihre langjährigen Blutspenderinnen und Blutspender im Schloss Brochenzell geehrt.
[GS1]Das würde ich nicht hervorheben. Es klingt etwas nach „Hilfsarbeiter“ und er hatte im Hauptberuf einen guten Job auf Regionalebene bei der Post.
[GS2]Er hat mit ca. 18 Jahren angefangen Blut zu spenden. Ich würde es daher so formulieren.
