
Erster Abschnitt der Verbindungsstraße von der L 329 zur B 30 fertiggestellt
Gemeinsam mit Anwohnern, Behörden- und Firmenvertretern, Gemeinderäten, Bürgermeister Andreas Schmid sowie Pfarrer Gunnar Sohl wurde am vergangenen Freitag der erste Abschnitt der Verbindungsstraße von der L 329 zur B 30 offiziell eingeweiht und für den Verkehr freigegeben. Der erste Abschnitt reicht vom Kreisel bei Kratzerach bis zur Daimlerstraße.
„Gemeinsam gestalten wir Infrastruktur für die Gegenwart und die Zukunft“, sagte Bürgermeister Schmid verbunden mit dem Dank an seinen Vorgänger Bürgermeister a. D. Roland Weiß, unter dessen Regie und Amtsführung die Maßnahme seiner Zeit auf den Weg gebracht wurde. Sein Dank galt ebenso den Gemeinderäten für die Bereitstellung der Haushaltsmittel sowie den Vertretern der Landesregierung für die Bezuschussung der Maßnahme.
Bereits im Flächennutzungsplan von 1988 war der Bau einer Verbindungsstraße von der L 329 (Tettnanger Straße) bis zur B 30 (Buch) eingeplant. Die Aufteilung der Straßenbaumaßnahme in zwei Bauabschnitte wurde durch das Regierungspräsidium Tübingen genehmigt, um vorab die Kreuzung Tettnanger Straße / Hauptstraße zu entlasten. Um eine Entlastung von bis zu 5.000 Fahrzeugen pro Tag rechnen die Verkehrsgutachter bereits durch diesen ersten Bauabschnitt. In einem zweiten Bauabschnitt ist der Weiterbau der Verbindungsstraße von der Daimlerstraße bis zur B 30 nach Buch geplant.
Die Gesamtkosten für den ersten Bauabschnitt sind mit 2,1 Mio. Euro veranschlagt. Zuschussmittel wurden aus dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) in Höhe von rund 900.000 Euro und aus dem Ausgleichstock in Höhe von 500.000 Euro vom Regierungspräsidium Tübingen bewilligt.
Die Ingenieurleistungen wurden vom Büro Wasser-Müller aus Biberach übernommen, Bauausführende Firma war die Firma Zwisler aus Tettnang. Die Grünplanung erfolgte durch das Planungsbüro Hornstein, Überlingen.
Insgesamt wurden bei der Baumaßnahme ca. 3500 Tonnen Straßenaufbruch und Bodenaushub auf der Grundlage des Entsorgungskonzeptes der Firma HPC, Ravensburg auf die entsprechenden Entsorgungsstellen entsorgt. Außerdem wurden innerhalb der Baustelle ca. 21.500 m³ Boden umgelagert und in Wälle geschüttet. Diese wurden von der Firma Börner, Lindau, entsprechend dem Grünordnungsplan bepflanzt.
Im Zusammenhang mit der neuen Verbindungsstraße L 329 – Daimlerstraße steht auch die neue Übersichtstafel mit 41 Schildern der Betriebe im Gewerbegebiet Meckenbeuren. Diese dient zur besseren Orientierung sowohl für die Besucher wie auch für die Zuliefererfirmen des Gewerbegebiets Meckenbeuren. Die Kosten für diese Übersichtstafel belaufen sich auf rund 10.000 Euro. Die aufgeführten Betriebe haben sich anteilig an den Herstellungskosten beteiligt. Von den Bauhofmitarbeitern wurde entlang des begleitenden Radweges eine Beleuchtung in neuester LED-Technik installiert.
Bürgermeister Schmid nutzte die Gelegenheit, den grünen Landtagsabgeordneten Manne Lucha auf die Verkehrsbelastungssituation der Gemeinde hinzuweisen und sprach den Koalitionsvertrag an. „Durch die Netzdichte von Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen sind Straßenneubauten aufgrund der Siedlungsdichte und des Gebotes, den Flächenverbrauch zu reduzieren, nur noch in begründeten Einzelfällen zu realisieren“, heißt es darin. „Wir hoffen, dass wir ein begründeter Einzelfall sind“, sagte Schmid. Aus seiner Sicht müsse die „B 30 neu“ in „B 30 Meckenbeuren“ umgetauft werden, um zu verdeutlichen, dass Menschen dahinter stehen, die Entlastung brauchen. Dabei sprach sich Bürgermeister Schmid nochmals eindeutig für die Westvariante aus.
Erstellt am 30.05.2011
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