Meckenbeuren als Fairtrade-Gemeinde ausgezeichnet

Für die vielfältigen Aktionen und aufgrund des großen Engagements verschiedener Gruppierungen in Sachen Fairer Handel wurde Meckenbeuren als Fairtrade-Gemeinde ausgezeichnet. Als Vertreter von TransFair, dem Verein zur Förderung des Fairen Handels mit der „Dritten Welt“ e.V. überreichte Manfred Holz die Urkunde an Bürgermeister Andreas Schmid.

Als achte Gemeinde in Baden-Württemberg und als 46. Kommune bundesweit wurde Meckenbeuren mit dem Gütesiegel „Fairtrade-Town“ gewürdigt. „Durch ihr Engagement für den Fairen Handel vor Ort nimmt die Stadt Meckenbeuren eine Vorreiterrolle ein. Dies setzt ein konkretes Zeichen für eine gerechtere Welt, indem Meckenbeuren dazu beiträgt, dass durch faire Handelsbeziehungen den benachteiligten Produzentengruppen im Süden zu einem verbesserten Einkommen verholfen wird“, heißt es im Urkundentext. Manfred Holz, dem vor kurzem für seine Arbeit das Bundesverdienstkreuz verliehen wurde, lobte die Arbeit und den Einsatz der Bürger und Gemeindevertreter in Meckenbeuren. 

Die ersten Aktivitäten zum Fairen Handel lassen sich bis ins Jahr 2000 zurückverfolgen, als sich der katholische Frauenbund und die örtlichen Landfrauen zum Arbeitskreis „Landwirte und Verbraucher im Dialog“ der Lokalen Agenda 21 zusammenschlossen. Später nannte sich der Arbeitskreis um in „Fair und Regional“. „Der Faire Handel bei den Kleinbauern in Übersee ist eng verbunden mit den hiesigen Landwirten. Die Situation hier ist vergleichbar mit der der Länder des Südens, kämpfen doch beide um Anerkennung ihrer Arbeit und gerechte Entlohnung“, sagte Tanja Sommer-Mangold für die Eine-Welt-Gruppe und blickte auf die bisherigen Aktivitäten zurück. Ein ganzes Netzwerk von Ehrenamtlichen aus katholischer und evangelischer Kirche, Schulen, Geschäften und Gemeinde unterstützt seit langem in Meckenbeuren den Fairen Handel.

„Wir müssen zäh und hartnäckig an dem Thema dran bleiben“, verdeutlichte auch Albrecht Oettinger vom Fairhandelshaus Gepa aus Leonberg, der die Aktionen in Meckenbeuren seit Beginn begleitet und bei der Titelverleihung die Arbeit der kleinen Kaffeebauern im Norden Perus vorstellte. Die von ihnen geernteten Kaffeekrischen sind die Grundlage des Pidecafes, dem Meckenbeurer Partnerschaftskaffee.

„Fairness und Ehrenamt gehören eng zusammen“, sagte Bürgermeister Andreas Schmid und dankte allen Engagierten. Auch künftig müsse die Sensibilisierung und Förderung des Fairen Handels weitergehen. „Fair gegenüber der Leistung des anderen zu sein ist generell von Bedeutung“, so Bürgermeister Schmid. Die Gemeinde unterstütze auch weiterhin den Fairen Handel, beispielsweise werden Geschenkkörbe für Jubilare künftig mit regionalen wie auch einem fair gehandelten Produkt bestückt. Auch die Eine-Welt-Gruppe hat noch viele Ideen, um den Fairen Handel weiter zu fördern. So sollen noch mehr Geschäfte gefunden werden, die fair gehandelte Produkte in ihr Sortiment mit aufnehmen und auch fair gehandelte Kleidung, Sportartikel und Fußbälle werden künftige Themen in Meckenbeuren sein.

 


Erstellt von Chr. Ehmann am 11.07.2011

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