
"Zukunft fair teilen" lautet der Titel der Ausstellung, die derzeit in den Räumen des Seminars für Didaktik und Lehrerbildung in der Hügelstraße 25/1 in Kehlen zu sehen ist. Am Dienstag, 19. Januar 2010 eröffnete Bürgermeister Andreas Schmid offiziell die Ausstellung, die auf der Studie „Zukunftsfähiges Deutschland in einer globalisierten Welt“ basiert.
"Gemeinsam vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und den kirchlichen Organisationen „Brot für die Welt“ und dem Evangelischen Entwicklungsdienst wurde die Studie vorgelegt und dient als wichtige Grundlage für die Diskussion nachhaltiger Wege in eine lebensfähige und lebenswerte Zukunft", informiert Karl Handschuh, Direktor des Seminars für Didaktik und Lehrerbildung. „Akzente zu setzen zum Thema Nachhaltigkeit“, fasst der Leiter des Seminars Karl Handschuh das Ziel dieser Ausstellung zusammen. Insbesondere angesprochen seien die 140 Lehramtsanwärter, die ab dem nächsten Kurs noch um 150 verstärkt werden. „Wir werden überall und in vielen Lebensbereichen mit Entwicklungen konfrontiert, die nicht nachhaltig waren“ so Karl Handschuh. Anhand mehrerer Zitate zu den Themen Landschaftsverbrauch, Biodiversität und Artensterben, Natur sowie „Müll in seiner vielfältigen Form“ erinnerten Lehrbeauftragte an Aussagen und Prognosen, die bereits vor Jahren und Jahrzehnten gemacht wurden und heute hochaktuell sind. „Wir dürfen die Erledigung notwendiger Aufgaben nicht immer nur den nachkommenden Generationen auftragen“, schloss Karl Handschuh. Er dankte Bürgermeister Andreas Schmid für die Eröffnung der Ausstellung. Der Bürgermeister habe das Thema Nachhaltigkeit schon als Punkt zwei in seiner Antrittsrede genannt, erinnert sich Karl Handschuh.
Bürgermeister Andreas Schmid verwies auf die Bildungsgemeinde Meckenbeuren und die Bandbreite der verschiedenen Bildungseinrichtungen. „Lehrer haben die Möglichkeit, die Grundsätze der Nachhaltigkeit zu transportieren“, so Schmid. Am Beispiel Holz veranschaulichte er die wichtigsten zwei Faktoren einer nachhaltigen Gemeindeentwicklung: Stabilität und Wachstum. Diese beiden Faktoren seien absolut notwendig aber nicht unbedingt positiv besetzt. Jede Gruppierung, jeder Mensch habe Stabilität und „Komfortzonen“, die Grenzen seien verschiebbar, so Schmid. „Wir sind relativ weit in der Einsicht und im Erfassen der Probleme, wo es hinführt, wenn es so weiter geht. Allerdings scheitern wir am denken. Deshalb müssen wir durch Überzeugungsarbeit das Denken verändern“. Es sei eine gemeinsame Leitidee und eine gemeinsame Überzeugung notwendig, so Schmid. „Wir müssen Wachstum haben aber bei jedem Punkt ist eine Abwägung notwendig“. Als Beispiel führte Schmid die Ausweisung notwendiger Gewerbegebiete an. Auf der einen Seite stünden die Arbeitsplätze und die Gewerbesteuer, auf der anderen der Flächenverbrauch und Eingriff in die Natur. "Konkurrierende Interessen erfordern eine sensible Auseinandersetzung", so Schmid. „Wir kommen nicht mit der Geschwindigkeit in Gang, wie es jetzt notwendig wäre“, stellt der Bürgermeister fest. „Es gilt die Komplexität aufzulösen und eine Bewegung zu transportieren, die als Multiplikator die Bürger und andere Städte und Gemeinden mitnimmt“.
Bevor sich die Besucher anhand der Ausstellungstafeln informierten, konnte jeder Teilnehmer eigene Praktiken aufschreiben, die im Alltag zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen.
Die Ausstellung ist für die Öffentlichkeit geöffnet am
Freitag, 05.02.2010 von 14.00 Uhr – 16.00 Uhr
Freitag, 12.02.2010 von 14.00 Uhr – 16.00 Uhr
Sonntag, 07.02.2010 von 14.00 Uhr – 16.00 Uhr
Sonntag, 14.02.2010 von 14.00 Uhr – 16.00 Uhr
Gruppen und Schulklassen können mit der Seminarleitung Sondertermine vereinbaren.
Erstellt von Chr. Ehmann am 20.01.2010
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