
Schulsozialarbeit an Grundschulen
Seit Beginn des Schuljahres 2009/2010 findet in Meckenbeuren die Schulsozialarbeit an den Grundschulen statt. Auf Antrag der Rektoren der örtlichen Grundschulen wurde vom Gemeinderat hierfür eine 80 Prozent Stelle bewilligt. Auf Grund dieser Erweiterung unterstützen die Diplom-Sozialarbeiterin Manuela Mayer und der Jugend- und Heimerzieher Stefan Janezic seit September die Arbeit von Elisabeth Kugel und Ralf Schwaiger.
Für die Gemeinde unterstreicht Hauptamtsleiter Alfred Rupp die Notwendigkeit dieser Erweiterung. „Prävention ist der Grundgedanke unserer Gemeindepolitik , insbesondere der Familienpolitik“. Die Schulsozialarbeit dürfe nicht erst in der weiterführenden Schule ansetzen, sondern müsse bereits im Vorfeld in den Grundschulen wirken. Der Erfolg lasse sich zwar schwer messen, spätere Kosten fallen aber auf jeden Fall höher aus, ist sich Hauptamtsleiter Rupp sicher.
Mit der Ausweitung der Sozialarbeit geht ein weiterer Raumbedarf einher, deshalb wurden von der Gemeinde die nebenliegenden Räume beim Jugendcafé angemietet und saniert. Ein neu gestalteter Büroraum im Erdgeschoss mit Verbindungstür zum Jugendcafé bietet Möglichkeit für kurze Wege, ungestörte Gespräche und ist Anlaufstelle für Jugendliche, Eltern und alle in der Jugendarbeit Tätigen. Im Untergeschoss findet sich Platz für verschiedene Angebote und Möglichkeiten.
Das bisherige Büro wird künftig auch vom Familientreff mitgenutzt, informiert Elisabeth Kugel. Das neue Büro soll künftig noch mehr Anlaufstelle sein für Vereine, kirchliche Gruppen und alle in der Jugendarbeit tätige Gruppierungen. So kann die Zusammenarbeit intensiviert werden und ein Netzwerk entstehen mit gegenseitigem Austausch und Beratung.
Mit der personellen Verstärkung hat sich das Team des Jugendreferats die Arbeitsfelder neu aufgeteilt. Während Ralf Schwaiger nach wie vor für die Schulsozialarbeit an der Theodor-Heuss-Schule verantwortlich zeichnet, erfolgt die Schulsozialarbeit an den Grundschule durch Elisabeth Kugel (Langentrog und Meckenbeuren) und Manuela Mayer (Brochenzell und Kehlen). Je Grundschule entspricht dies einer 20-Prozent-Stelle bzw. acht Stunden.
Die Erfahrungen, die die beiden in den vergangenen acht Wochen an den Grundschulen gemacht haben seien sehr positiv. Große Offenheit und Dankbarkeit sei spürbar. Der Bedarf bei Eltern, Lehrern und Schülern ist vorhanden. Die Arbeit müsse noch sehr konzentriert wahrgenommen werden, konkrete Hilfe in Einzelfällen nehme viel Zeit in Anspruch. „Durch die frühe Begleitung soll sich die Schulsozialarbeit zur Alltagskultur entwickeln und nachhaltige Wirkung haben“, wünscht sich Manuela Mayer.
Für Elisabeth Kugel bedeutet die bewusst gewollte Umstrukturierung, dass sie weniger Zeit im Jugendcafé verbringen wird. Hier bringt sich künftig Stefan Janezic federführend ein. Gemeinsam mit Elisabeth Kugel und sechs ehrenamtlichen Helfern möchte der erfahrene Streetworker und Jugendkulturkenner das Programm des Jugendcafés weiter ausgestalten. Die Jugendlichen sollen dabei verstärkt in die Programmgestaltung mit einbezogen werden.
Durch das neue Team könne eine kommunale Jugendarbeit „aus einem Guß“ erfolgen. Der enge Kontakt der Mitarbeiter in gemeinsamen Räumlichkeiten sei ein positiver Nebeneffekt, betont Ralf Schwaiger.
Erstellt am 19.11.2009
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