
Für seine vorbildliche Arbeit bei der Instandsetzung des denkmalgeschützten Humpisschlosses und der Einrichtung des Museums im Humpisschloss wurde am Samstag der Förderverein Humpisschloss Brochenzell von Ministerpräsident Stefan Mappus ausgezeichnet. Die Vorstandsmitglieder Michael Masuch, Helga und Jürgen Brauer sowie Bürgermeister Andreas Schmid nahmen Medaille und Urkunde in Stuttgart entgegen.
„Mit der Auszeichnung für ihr bürgerschaftliches Engagement möchte die Landesregierung die Tätigkeit von Menschen ins Rampenlicht rücken, die sich auf beispielhafte Weise um unser Gemeinwesen verdient gemacht haben. Allen Beteiligten gilt mein Dank und meine große Anerkennung für ihren herausragenden Einsatz“, sagte Ministerpräsident Stefan Mappus. „Freiwilliges Engagement ist für unser funktionierendes Gemeinwesen unverzichtbar“, betonte auch Innenminister Heribert Rech.
Bereits zum neunzehnten Mal wurde der Wettbewerb zur Auszeichnung kommunaler Bürgeraktionen vom Innenministerium Baden-Württemberg ausgeschrieben. Insgesamt gingen 222 Bewerbungen ein von denen 45 vorbildliche Projekte zur Auszeichnung kamen. „Die Arbeit des Fördervereins Humpisschloss Brochenzell gehört zu diesen vorbildlichen Projekten“, urteilte die Jury beim Regierungspräsidium und Innenministerium.
Das Humpisschloss Brochenzell ist eines der wenigen historischen Gebäude in der Gemeinde Meckenbeuren. Im Jahr 1994 wurde der Förderverein Humpisschloss Brochenzell gegründet mit dem Ziel der Förderung und Unterstützung aller erhaltenden Maßnahmen für das Schloss und dem dazugehörigen Nebengebäude einschließlich der Außenanlagen. Mehrere tausend Arbeitsstunden und viele Aktionsveranstaltungen leisteten die Mitglieder des Fördervereins und freuten sich, dass am 1. Juli 2000 das Schloss offiziell eingeweiht und die Wirtschaft an den Pächter Michael Masuch übergeben werden konnte.
Basis für das Vorhaben war das vom Gemeinderat beschlossene örtliche Entwicklungskonzept Dorfentwicklung Brochenzell. Das Humpisschloss sollte einer adäquaten Nutzung zugeführt werden, die zum einen das Gemeinschaftsleben in der Ortsmitte fördert, zum andern auch dem Schloss als Anziehungspunkt gerecht wird.
„Dies ist mit der Schlossgaststätte und der Einrichtung des Museums im Humpisschloss bestens gelungen“, freut sich Bürgermeister Schmid über das vorbildliche Engagement vom Förderverein und die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde. Bei der Einrichtung des Museums waren für den Förderverein neben den Arbeitseinsätzen und Aktionsveranstaltungen insbesondere die Planung und Konzeption des Museums- und Ausstellungsbereichs die größten Aufgaben.
„Bürgerinnen und Bürger, die sich hierzulande ehrenamtlich engagieren, leisten einen wichtigen Beitrag zur Mitmenschlichkeit in unserem Land“, sagte Ministerpräsident Stefan Mappus. „Darüber hinaus sind sie eine unerlässliche Stütze für die Gesellschaft und das demokratische Gemeinwesen“, so Mappus. Mit der Auszeichnung werden – so heißt es in den Wettbewerbsgrundsätzen – vorbildliche Leistungen von Bürgerinnen und Bürgern auf kommunaler Ebene im Dienst der Gemeinschaft öffentlich anerkannt. „Der soziale Reichtum und die hohe Lebensqualität in Baden-Württemberg sind ohne ehrenamtlich Engagierte nicht denkbar. Angesichts der immer deutlicher werdenden Grenzen des Sozialstaats und der Herausforderung einer globalisierten Welt braucht der moderne Staat aktives bürgerschaftliches Engagement“, betonten Mappus und Rech.
Erstellt von Chr. Ehmann am 20.09.2010
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