
Über aktuelle Themen hat sich am 18. November der Bundestagsabgeordnete Lothar Riebsamen bei seinem Besuch in Meckenbeuren informiert. Neben einem Besuch im Kontaktcafè, das von Rita Thesing geleitet wird und Lothar Riebsamen als vorbildliche Initiative lobte, stand ein Besuch der Firma Zeppelin Mobile Systeme auf dem Programm. ZMS-Geschäftsführer Ulrich Korte und Betriebsratsvorsitzender Hubert Weiß freuten sich über den Besuch von Bürgermeister Andreas Schmid und dem Bundestagsabgeordneten Riebsamen und verschafften ihnen interessante Einblicke in alle ZMS-Firmenbereiche einschließlich der Fertigung der Zeppelin-Sheltersysteme dieses profilbildenden Betriebs mit über 100 Mitarbeitern. Daran anschließend folgte ein Gespräch mit den Schulleitern Max Jung und Ulrike Klampferer sowie Vertretern der Gemeinde zum Thema Bildungslandschaft Meckenbeuren.
Beim Pressegespräch am Nachmittag, an dem auch die Fraktionsvorsitzenden Dr. Ursula Herold-Schmid (BUS) und Karl Breyer (Freie Wähler) teilnahmen, bildete die Verkehrsinfrastruktur den Schwerpunkt, insbesondere B 30 neu und Südbahn.
„Wie kann Meckenbeuren im Jahr 2025 aussehen?“, stellte Bürgermeister Andreas Schmid die Frage in Raum und sprach die Bildungsgemeinde mit Schulen und Staatlichem Schulseminar ebenso an wie den Bereich Natur und Freizeit. Auch als reizvoller Gewerbestandort vollzieht Meckenbeuren eine gute Entwicklung, so Schmid. In Sachen Verkehr und Infrastruktur gebe es aber viel Aufholbedarf, betonte das Gemeindeoberhaupt und sprach die dringende Notwendigkeit der Südbahn an und auch die B 30 neu müsse eine deutliche Entlastung für Meckenbeuren bringen. Der Flughafen werde ebenfalls weiterhin konträr diskutiert werden. „Angeschlossen sein ja, aber ohne gesundheitliche Belastungen der Bürger“, betont Schmid.
Zur Südbahn wiederholte MdB Lothar Riebsamen die jüngst in Berlin getroffene Aussage von Bundesverkehrsminister Ramsauer und Staatsekretär Ferlemann: „Die Südbahn wird wie geplant kommen“. Die Vorfinanzierung von Kreis und Land sei über eine abgeschlossene Vereinbarung mit dem Bund möglich. Sind diese Mittel vom Land aufgebraucht, folgt die Weiterführung mit Bundesmitteln.
Beim Straßenbau werde die B 30 von Ravensburg in Richtung Bodenseekreis fortgesetzt und als nächster Abschnitt müsse die bereits planfestgestellte B 31 umgesetzt werden. „Ich wäre dafür, dass parallel gebaut wird, aber wir müssen realistisch bleiben“, so Riebsamen. Der Flughafen Friedrichshafen müsse laut Riebsamen im Kontext gesehen werden mit anderen Verkehrsträgern "um aus dem Verkehrsschatten so gut es geht heraus zu kommen". „Der Flughafen ist wichtig für das Kraftzentrum der Wirtschaft hier“, hofft Riebsamen darauf, dass sich eine Balance herstellen lässt zwischen den Belangen der Anwohner und den Interessen des Flughafens.
Erstellt am 19.11.2010
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