
Bürger, Vereine, Schulen, Firmen und viele weitere Organisationen haben viel gespendet. Stellvertretend für alle freuen sich über den erfolgreichen Abschluss von "Meckenbeurer helfen Afrika": SVK-Jugendleiter Franz Bernhard, Stephan Schnippe mit Tochter Laura und Sohn Lukas, Bürgermeister Andreas Schmid, Rudi Wenzler, Andrea Rist, Schwester Marilen Arteaga, Bürgermeister a.D. Roland Weiß, Eden Mandeko und Frieder Vögele (von links).
Meckenbeuren zeigt große Spendenbereitschaft
Im Zusammenhang mit der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 haben 32 Städte und Gemeinden in Baden-Württemberg im Jahr 2009 damit begonnen, die Bürger zu Spenden für Afrika aufzurufen. Ziel war es, Geld für Operationen von 32 Kindern und für andere Hilfsprojekte in Afrika zu sammeln. Anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika wollten die Initiatoren damit Sportbegeisterung und Hilfsbereitschaft verbinden.
Nach der positiven Rückmeldung von Bürgermeister Roland Weiß und dem Gemeinderat zur Beteiligung an der von Stadtkoordinator Stephan Schnippe geleiteten Meckenbeurer Initiative fand deren Auftakt mit dem U19 Länderspiel Kongo gegen Lichtenstein am 18. September 2009 in Kehlen statt.
Seit dem wurden von den Bürgern der Gemeinde, den Schulen, den Unternehmen und vielen Vereinen und Organisationen unterschiedliche Aktionen durchgeführt, um möglichst viele Spenden zu sammeln. Viele Firmen verzichteten auf Weihnachtsgeschenke an ihre Mitarbeiter und spendeten stattdessen das Geld an “Wir helfen Afrika”. Bürgermeister Roland Weiß bat anlässlich seiner Verabschiedung anstelle von Geschenken um Spenden für “Wir helfen Afrika”, gleiches tat Stephan Schnippe anlässlich seines runden Geburtstages.
Von der Firma Ecko kam eine Großspende in Höhe von 5.000 Euro und die Albrecht-Dürer-Schule spendete aus dem Verkauf von Kaffee und Kuchen auf dem Wochenmarkt sowie dem Preisgeld (250 Euro) aus dem Wettbewerb “Kinderwelten Award” stolze 1.900 Euro. Auch die Eugen-Bolz-Schule und die Wilhelm-Schussen-Schule spendeten mehrere hundert Euro, die im Zusammenhang mit ihren Schulprojekten gesammelt wurden. Eine Initiative der Volksbank Tettnang erbrachte für "Meckenbeurer helfen Afrika" eine Spende von 1000 Euro.
Nach dem Amtswechsel übergab Bürgermeister a.D. Roland Weiß am 18. März 2010 das Symbol der Initiative “Wir helfen Afrika”, den Big Shoe an seinen Nachfolger Andreas Schmid, der seit seinem Amtsantritt die Initiative unterstützte.
Bei der ersten Leistungs- und Gewerbeschau im Mai stellten die Firmen Spendenkassen für “Wir helfen Afrika” auf, dadurch wurden mehrere hundert Euro gesammelt. Die Firma Gelpiz spendete sogar den gesamten Erlös aus dem Gewerbeschautag in Höhe von rund 1.000 Euro. Die Firma Winterhalter und die Firmen Mathis Bauunternehmen, Mathis Fliesenfachgeschäft sowie Kieswerk Blaser spendeten im Nachgang zur Gewerbeschau ebenfalls zusammen 1.000 Euro.
Auch die bei den örtlichen Geschäften, Bäckereien, Apotheken und Banken aufgestellten Spendenkassen füllten sich mit über 350 Euro.
“Es ist Stadtkoordinator Stephan Schnippe gelungen, die ganze Gemeinde für die Aktion zu begeistern”, freut sich Bürgermeister Andreas Schmid über das hervorragende Ergebnis. Meckenbeuren kann auf dem Spendenkonto ein Gesamtbetrag von 19.000 Euro verbuchen. Davon werden 8.000 Euro für die Kinderoperation an den Hauptverein abgeführt, mit dem verbleibenden 11.000 Euro werden zwei weitere Projekte in Afrika unterstützt:
Um Schule und Kinder geht es bei dem Projekt der Franziskanerinnen von Sießen, das die Missions-Prokuratorin Schwester Marilen Arteaga betreut und das von Meckenbeuren mit 7.250 Euro gefördert wird.In der Missionsstation Assisi in Südafrika ist auch eine Schule beheimatet, in die Kinder aus der ganzen Region gehen. Seit diesem Jahr übernimmt die Regierung allerdings die Fahrkosten der Schüler nicht mehr. Die Schwestern vor Ort befürchten nun, dass die Eltern ihre Kinder nicht mehr zur Schule schicken. Überlegungen für ein Internat bewegen die Franziskanerinnen. Die Kostenschätzung einer Baufirma in Südafrika beläuft sich auf 1,2 Millionen Euro. Die Caritas International hat allerdings in Anbetracht der zur WM 2010 gestiegenen Preise dazu geraten, nicht vor 2011 mit dem Projekt zu beginnen.Interimsweise wollen die Franziskanerinnen nun über Spenden die Buskosten aufbringen, so dass die Kinder zur Schule kommen. Rund 5.200 Euro im Monat wird diese Beförderung kosten.
Als „Hilfe zur Selbsthilfe“ wird die von Nestor Mandeko unterstützte landwirtschaftliche Genossenschaft in Kinshasa von "Meckenbeurer helfen Afrika" mit 3.750 Euro gefördert. Mandeko lebt seit fast 15 Jahren in Meckenbeuren bzw. heute in Friedrichshafen und setzt sich für diesen Zusammenschluss der kongolesischen Landwirte ein. Wichtige Geräte könnten beim Anbau von Obst und Gemüse wesentlich helfen und die Produktion steigern. Und werden von den Bauern mehr Lebensmittel produziert, so profitiert auch die nahe Schulküche davon.
Erstellt von Chr. Ehmann am 28.08.2010
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