Schule wandelt sich zum afrikanischen Dorf

In ein großes afrikanisches Dorf verwandelte sich die Eugen-Bolz-Schule Brochenzell in der vergangenen Woche. Von Montag bis Freitag fanden dort für alle Schüler die Afrika-Workshop-Tage statt und in allen Klassen und eingeteilten Gruppen wurde gebastelt, gesägt, gemalt, gefilzt und getrommelt. Anlass, um mit verschiedenen Aktionen den Kindern den Kontinent Afrika näher zu bringen war für Rektor Frieder Vögele und sein Lehrerteam die WM in Südafrika. Mit den Spenden, die beim Abschluss der Workshop-Tage gesammelt wurden, unterstützt die Eugen-Bolz-Schule die Initiative „Wir helfen Afrika“. Acht Workshop-Themen standen den Mädchen und Buben zur Auswahl. Am Workshop „Trommeln für Afrika“, den der international erfahrene Musikpädagoge Wolfgang Schmitz leitete, durften alle Schüler teilnehmen. Beim Workshop  „Ritsche ratsche Afrika“ wurde der Kontnent aus Sperrholz ausgesägt und bemalt und bei „Afrikanische Spiele selbstgemacht“ bastelten die Schüler aus vielfältigen Materialien verschiedene Rasseln, Ketten, Armbänder oder Windlichter. Aus Filz wurden Giraffen und Zebras geschnitten und bemalt und im Workshop „Wildes hausen“ Stelzen- und Rundhäuser aus Lehm, Holz und Stroh gebastelt. Beim Schulfest am Freitag präsentierten die Schüler dann alle Kunstwerke den interessierten Eltern, Geschwistern und Gästen. Auch Bürgermeister Andreas Schmid zeigte sich beeindruckt von der Vielfalt und Kreativität der Schüler.

Die Requisiten wurden ebenfalls in einem Workshop gefertigt für das Musical „Tuishi pamoja“, das am Freitag den Höhepunkt der Projektwoche bildete. Unter musikalischer Gesamtleitung von Oda Schattmann spielten die 6- bis 11-Jährigen Schüler die Geschichte einer Freundschaft in der Savanne. “Tuishi pamoja“ ist Swahili und bedeutet „Wir wollen zusammen leben“. Machen Streifen wirklich doof? Und stimmt es, dass man mit langhalsigen Tieren sowieso nicht vernünftig reden kann? Diese wichtigen Fragen stellten sich für das Giraffenkind Raffi und das kleine Zebra Zea in der Musical-Geschichte über Vorurteile, Freundschaft und Toleranz. Seit Jahren lebten ihre Herden nebeneinander ohne miteinander zu reden. Zum Glück waren da noch die pfiffigen Erdmännchen und der Angriff der Löwen, der ausnahmsweise in diesem Musical etwas Gutes bewirkte. Das Giraffenkind Raffi und das kleine Zebra Zea schlossen Freundschaft und so näherten sich auch ihre Herden einander an.  

Rektor Frieder Vögele dankte zum Abschluss allen Schülern, Lehrerinnen und Eltern, dem Hausmeister und allen, die zum Gelingen der Workshop-Tage beigetragen hatten. Zum Ausklang beim kalten Büfett unterhielt das Jugenblasorchester unter Leitung von Claus Furchtner und löste damit den Gewinn ein, den Rektor Frieder Vögele beim Weißwurstfrühschoppen gewonnen hatte.

 

 

 

 


Erstellt von Chr. Ehmann am 22.06.2010

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