Urnenanlage auf dem Friedhof

Herr Bürgermeister Schmid informiert, dass in den letzten Jahren ein Wandel in der Bestattungskultur eingesetzt habe. Hieraus entstand auch das Bedürfnis nach einer Urnenanlage. Dies habe auch eine Unterschriftenaktion gezeigt, an der sich rund 170 Bürgerinnen und Bürger beteiligten. Manuela Kugler-Brötzel, Leiterin der Friedhofsverwaltung informiert, dass die Zahl der Urnenbeisetzungen im vergangenen Jahr gleich hoch war wie die der Erdbestattungen. Bei neu erworbenen Gräbern lag der prozentuale Anteil an Urnengräbern sogar bei 70 %.

Auf diesen Wandel hat die Verwaltung und der Gemeindrat reagiert und sich mit der Planung einer Urnenanlage beschäftigt. Vom Ausschuss für Bestattungskultur wurden in Zusammenarbeit mit dem Planungsbüro Hornstein und unter Beteiligung der Kirchen Vorschläge für den Standort und die Gestaltung einer Urnenanlage auf dem Friedhof Meckenbeuren erarbeitet. Dieser Planung gehe ein mehrjähriger Diskussions- und Planungsprozess voraus, bestätigt auch Architekt Helmut Hornstein und stellt den Entwurf vor. Schlicht, zurückhaltend und würdevoll soll die Urnenanlage gestaltet sein. Die Kosten belaufen sich auf rund 80.000 Euro. Der Entwurf sieht drei aneinander gereihte, halbkreisförmige Elemente vor, die in drei Bauabschnitten errichtet werden können. Der Korpus besteht aus hellem Sichtbeton, abgetrennt durch Lichtfugen aus blauem Glas. Die Abdeckplatten aus einheitlichem Naturstein ermöglichen eine individuelle Beschriftung. Im ersten Bauabschnitt ist ein Element mit 36 Urnenkammern geplant. Diese Anlage wird nach oben durch eine auf Stützen stehende Stahlkonstruktion abgeschlossen. Drei weitere Elemente mit jeweils 27 Kammern könnten später hinzu kommen. Eine kleine Konsole vor den Urnenkammern biete Platz zur Ablage von Kerzen oder Blumen. In der Mitte des Kreises sei eine Bodenplatte vorgesehen. Unter dieser Bodenplatte können die Urnen nach Ablauf der Ruhezeit beigesetzt werden. Die Bodenplatte soll mit einem christlichen Symbol versehen werden.

Auf die Frage aus dem Gremium, ob und wann eine solche Anlage auch in den Ortsteilen geplant sei erklärt Bürgermeister Schmid, dass dies in einem zweiten Schritt beraten werden müsse. Ebenso die Frage: „Wie gehen wir weiter mit dem Thema Bestattungskultur um, z.B. auch mit anonymen Bestattungen“.

Der von Architekt Hornstein vorgestellte Entwurf wird einstimmig beschlossen. Über die Frage des christlichen Symbols auf der Bodenplatte sowie über die Höhe der Friedhofsgebühren wird der Ausschuss für Bestattungskultur beraten.

 


Erstellt von Chr. Ehmann am 16.04.2011

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