
Im Rahmen einer kleinen Dankesfeier in der Villa Hegenberg hat Bürgermeister Andreas Schmid am Freitagabend fünf Jugendliche für ihre Beteiligung am Projekt „Jes - Jugend engagiert sich“ geehrt und ihnen Urkunde und Präsent der Gemeinde überreicht. „Alle Leute kommen in die Villa Hegenberg, was hier geschieht ist unser aller Werk“, wurde zur Einstimmung auf die Dankesfeier gesungen. „Damit das Wir-Gefühl und die Nachbarschaftshilfe hier im Oberen Bezirk weiter wachsen und umgesetzt werden kann treffen wir uns in der Villa Hegenberg“ freut sich Waltraud Mrosek für die Initiative „Wir in Hegenberg“. Viele Gruppen sind es, die sich hier regelmäßig treffen. Ob Frühstückstreff, Ideen- und Kreativwerkstatt, Eltern-Theatergruppe, Walkinggruppe, Vespertreff und Zwergengruppe, Glühweinfest und Adventssonntagsfeier - in der Villa Hegenberg ist für alle Platz und ist jeder gern gesehen. Waltraud Mrosek dankte der Gemeinde für die Überlassung des Gebäudes sowie den erst kürzlich angebrachten Schaukasten und das Hinweisschild „Villa Hegenberg“.
„Auch das Jes-Projekt 'Villa Hegenberg – fertig los!' konnte in diesem Gebäude stattfinden", freut sich Mentorin Katja Fleschhut. „Eine kreative Spaßwerkstatt von den Großen für die Kleinen, an der sich fünf Jugendliche aus der Gemeinde beteiligten“. In diesem Projekt wurde im Schuljahr 2008/2009 eine Kindergruppe aufgebaut, in der sinnvolle Freizeitgestaltung mit Kindern im Alter zwischen 8 und 11 Jahren im Vordergrund stand. Die Jugendlichen Yacine Bah, Sonja Schwarzer, Adrian Dürr, Julia Marschall und Jasmin Seitz förderten mit Spiel und Spaß den Teamgeist der Kinder und lernten selbst in der Gruppe ein Freizeitprogramm zu planen und zu organisieren. Dabei wurden sie von der jes-Mentorin Katja Fleschhut begleitet. "Ein guter Austausch bestand auch mit Elisabeth Kugel vom Jugendreferat der Gemeinde", berichtet Katja Fleschhut.
„Dieses Engagement in einer solchen Konstellation von motivierten Erwachsenen gemeinsam mit Jugendlichen ist von unschätzbarem Wert für den Oberen Bezirk“, dankte Bürgermeister Andreas Schmid allen Beteiligten. „Die Erfahrungen, die bei diesem Projekt gesammelt wurden sind für die Jugendlichen sehr wichtig“, ist der Bürgermeister überzeugt. Als Win-Win-Situation bezeichnete er die Beteiligung der Jugendlichen, die hierbei Dinge lernten, die die Schule nicht vermittelt. Dabei können auch mögliche Grenzerfahrungen dazu führen, dass Jugendliche mehr Verständnis für die Erwachsenen und deren Entscheidungen bekommen. „Die Gemeinde wird weiterhin das Bürgerschaftliche Engagement fördern“, versprach das Gemeindeoberhaupt. „Die Beteiligung von Jugendlichen und auch Senioren ist dabei sehr wichtig“.
Die Gemeinde Meckenbeuren wurde im Dezember 2008 von der Landesstiftung Baden-Württemberg als Jes-Gemeinde ausgezeichnet und führt seitdem das Projekt der Landesstiftung in Eigenregie weiter. Bereits im Jahr 2006 haben sich Helene Göbel und Beatrix Bodmer zu Mentorentrainerinnen ausbilden lassen und daran anschließend Mentorenkurse durchgeführt. Die fachlich ausgebildeten Mentoren haben zwischenzeitlich verschiedene Projekte mit Schülern und Jugendlichen der Gemeinde erfolgreich durchgeführt.
Erstellt von Chr. Ehmann am 22.01.2010
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