Außenklasse der Uhlandschule Tettnang

Außenklasse der Uhlandschule Tettnang in der Albrecht-Dürer Grundschule Meckenbeuren

Mit Beginn des Schuljahrs 2010/2011 wurde eine Außenklasse der Tettnanger Förderschule in der Albrecht-Dürer-Grundschule Meckenbeuren eingerichtet. „Ziel dieser Außenklasse ist neben einem wohnortnahen Angebot die zielindifferente Integration und individuelle Entwicklungsbegleitung der Schüler zu fördern“, informiert der Leiter der Uhlandschule Dr. Otto Reichert.

Die Lehrerin der Außenklasse, Eva Höger und Irene Bischoff, Lehrerin der Regelschulklasse arbeiten mit den Schülern und Eltern beider Klassen eng zusammen, wobei die Verantwortung der LehrerInnen für die jeweilige Klasse ihrer Schulart erhalten bleibt. Die kontinuierliche Kooperation der allgemeinen Schule und der Sonderschule wird dadurch bestmöglich unterstützt. Die Kinder erhalten so viel Unterricht wie möglich gemeinsam, um gemeinsame Erfahrungen im Zusammenleben mit einander aufbauen zu können, sie erhalten aber auch so viele Stunden wie nötig getrennt, um die Lehrplanvorgaben beider Schularten zu gewährleisten und sicherzustellen. Dadurch soll eine wechselseitige soziale und kognitive Bereicherung stattfinden. Voraussetzung für die Einrichtung der Außenklasse waren die Klassengröße, die durchschnittlich sechs bis neun Kinder mit besonderem Förderbedarf umfasst, sowie die personelle Ausstattung und ausreichend behinderungsspezifische Lehr- und Lernmittel. „Wir haben hier von der Gemeinde Meckenbeuren und dem staatlichen Schulamt großes Entgegenkommen erfahren“, erinnert sich Otto Reichert.

„Das Grundbedürfnis nach Zusammenarbeit und kooperativem Lernen entspricht unserer pädagogischen Philosophie, wir sind total glücklich mit diesem Modell“, bestätigt Rektorin Sibylle Handschuh. „Das setzt natürlich eine große Bereitschaft voraus zusammen zu arbeiten“, so die Rektorin der Albrecht-Dürer-Schule und freut sich, dass ihr Lehrerkollegium zu hundert Prozent dieses Modell mit trägt.

In den meisten Unterrichtsstunden unterrichten zwei LehrerInnen im Team. Mit dem Versuch, Kinder mit besonderem Förderbedarf und Behinderung in einem integrativen Konzept zu beschulen sehen die Grundschule Meckenbeuren und die Förderschule Tettnang die Möglichkeit, diese Schüler individuell zu fördern, zu unterstützen und zu fordern, ohne dass sie ihre gewohnte Umgebung und ihre Freundschaften verlassen müssen. Gemeinsames und getrenntes Lernen wird stundenplanmäßig im Vorfeld festgelegt. „Die Fächer Deutsch und Mathematik werden getrennt unterrichtet, von den anderen Fächern werden mehr als die Hälfte zusammen unterrichtet“, informiert Eva Höger. Die gemeinsamen Lernzeiten werden von den LehrerInnen der Grundschulklasse und der Außenklasse im Team vorbereitet, durchgeführt und reflektiert. Die Leistungsbeurteilungen und Zeugnisse entsprechen nach wie vor den herkömmlichen Regelungen der jeweiligen Schulart.

Die Schüler haben nach Abschluss der ersten und zweiten Klasse der Förderschule je nach individuellem Entwicklungsstand die Möglichkeit, die zweite Klasse zu wiederholen, um dann den Einstieg in die dritte Klasse der Regelschule zu vollziehen.

„Neben Meckenbeuren gibt es eine solche Außenklasse der Uhlandschule auch in Neukirch“, informiert Schulleiter Reichert. „Die Uhlandschule arbeitet sehr innovativ und vorausschauend, die Bereitschaft der Schulen zur Kooperation ist sehr groß“, bestätigt auch der Vertreter des Staatlichen Schulamtes.

 

 


Erstellt am 13.05.2011

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