Aus der Sitzung des Ausschusses für Verwaltung, Kultur und Soziales

Bürgermeister Andreas Schmid verweist auf die nachfolgenden Berichte zur Musikschule und Ferienbetreuung und betont, dass auch diese beiden Themenfelder unter dem Aspekt „Bildung" zu sehen sind und zum breiten Spektrum Bildungsstandort Meckenbeuren gehören.

Zur Musikschule informieren Hauptamtsleiter Alfred Rupp und Musikschulleiter Jörg Scheide, dass derzeit 501 Schüler unterrichtet werden. Von 20 Lehrkräften sei lediglich der Leiter Jörg Scheide hauptamtlich beschäftigt, alle anderen üben ihre Tätigkeit nebenamtlich aus. Durch die vom Gemeinderat festgelegte Deckelung der Jahreswochenstunden auf maximal 260 Stunden, konnte der Kostendeckungsgrad 2009 mit 59 v. H . und einem Abmangel von 222.210 Euro im Vergleich zum Vorjahr nahezu beibehalten werden. „Eine Überprüfung in den Vorjahren durch die Haushaltsstrukturkommission ergab, dass bei der Musikschule keine Einsparungen möglich sind ohne Standardeinbußen", erinnert Hauptamtsleiter Alfred Rupp. Aufgrund der vorgegebenen Tarifgebundenheit sei eine Steuerungsmöglichkeit bei den Personalkosten relativ gering. Einen Spielraum habe die Gemeinde lediglich bei den Jahreswochenstunden und bei den Musikschulgebühren, so Rupp.

Das Rückgrat der Musikschule bilden die Ensembles und Orchester mit dem vierstufigen Aufbau.

Die Musikalische Früherziehung wurde 2009 mit 83 Kindern sehr gut angenommen. Bei den unterrichteten Instrumenten liegt die Gitarre mit 63 Schülern an der Spitze, gefolgt von Klavier (53), Klarinette (45), Querflöte (45), Trompete (31) und Schlagzeug (34).

Als Breitenförderung und wichtige Aufgabe der Musikschule sieht Musikschulleiter Jörg Scheide die Ausbildung der Kinder und Jugendlichen als Nachwuchs für die örtlichen Musikvereine. „Schön ist es, wenn Kinder talentiert, fleißig und motiviert sind und entsprechende Erfolge bei den Wettbewerben „Jugend musiziert" erzielen, so wie jüngst die Schlagzeug-Schüler von Claus Furchtner.

Er dankte dem Gemeinderat für das große Zugeständnis mit einem hoch gesteckten Rahmen von 260 Jahreswochenstunden. Zum Thema Netzwerk „Kindergarten - Schule - Musikvereine - Musikschule" informiert Jörg Scheide, dass dies ein Anliegen aller Beteiligten sei. So werden z.B. Kindergartenkinder im Kindergarten St. Maria vor Ort abgeholt und zur Musikschule begleitet und mit den Chören der örtlichen Grundschulen werde bei vielen Veranstaltungen kooperiert. Mit der neuen Schulleiterin der Realschule laufen derzeit ebenfalls bereits Gespräche, um auch die Musikschule in die vorgesehene Bläserklasse aktiv zu integrieren. Ob dies mit den vorgegebenen Wochenstunden geleistet werden könne oder ob eine Anpassung notwendig sei wird, müsse laut Jörg Scheide noch geprüft werden.

„Die Musikschule hat von Grund auf Großes geleistet in der Gemeinde", bemerkt Gemeinderätin Anette Kramer. Die Kinder seien motiviert und in Bezug auf die Orchester ambitioniert, in das nächst höhere Orchester zu kommen.

„Sie machen gute Arbeit, dann kann man auch dahinter stehen", lobt Anette Kramer. „Es entstehen zwar Mehrkosten, diese sind aber positiv", stellt Gemeinderätin Gerlinde Wiencirz fest.

Ferienbetreuung für Grundschüler

Nachdem 2008 auf Grund mangelnder Anmeldungen keine Ferienbetreuung zustande kam, hat die Gemeinde im vergangenen Jahr erstmals eine Ferienbetreuung für Grundschüler durchgeführt. Angeboten wurden vier Wochen Betreuung in den Sommerferien. Die ersten zwei Ferienwochen bei der Stiftung Liebenau in Hegenberg, die beiden letzten Wochen in der Theodor-Heuss-Schule in Buch. Insgesamt nahmen 28 Kinder teil, davon 22 Kinder ganztags und sechs Kinder halbtags, informiert Hauptamtsleiter Alfred Rupp in der vergangenen Gemeinderatssitzung. Nach Abzug der Teilnahmegebühr, mit kostendeckenden Beiträgen für Essen und Getränke, verblieben bei der Gemeinde Kosten in Höhe von 2002 Euro, das einem Aufwand von 71,50 Euro pro Kind entspricht.

Auch für 2010 wird während zwei Wochen in den Sommerferien eine Ferienbetreuung angeboten für Grundschul-Kinder berufstätiger Eltern, die Schwierigkeiten haben, eine Ferienbetreuung zu organisieren, so der Hauptamtsleiter. Insgesamt wurden bei der Gemeinde bereits 31 Kinder angemeldet. Auch für die kommenden Jahre rechnet die Gemeinde mit steigender Nachfrage. „Es wird weiterhin eine kommunale Aufgabe sein, berufstätigen Eltern eine Ferienbetreuung für ihre Kinder zu ermöglichen“, so Bürgermeister Schmid. Dabei müsse verantwortlich die Qualität der Betreuung im Blickfeld bleiben.

Gemeinderätin Ingrid Sauter, die selbst in die Ferienbetreuung integriert war, lobt die gute Kooperation mit der Gemeinde und dem Kinderhaus Buch. Die Betreuung der Kinder konnte durch eine ausgebildete Erzieherin vom Kinderhaus erfolgen. "Die Räumlichkeiten und die Mitnutzung von Werkraum und Spielbereich der Theodor-Heuss-Schule waren hervorragend für die Ferienbetreuung geeignet", so Ingrid Sauter. Dass die betreuten Kinder zusammen mit den Betreuungspersonen zum Mittagessen ins Kinderhaus gehen konnten war ein großer Vorteil. Die Eltern seien interessiert und verantwortlich mit den Erzieherinnen und Helferinnen der Ferienbetreuung in Kontakt gestanden, insgesamt habe sich die Ferienbetreuung sehr gut bewährt, bescheinigte Ingrid Sauter.

 


Erstellt von Chr. Ehmann am 11.03.2010

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