Aus der Gemeinderatssitzung

Bericht des Vorsitzenden

Bürgermeister Andreas Schmid informierte über das Schreiben des Landtagsabgeordneten Ulrich Müller zum Thema „Straßenbau im Kreis“ in dem es unter anderem heißt: „Der geplante Neubau der B 30 zwischen Ravensburg und Friedrichshafen (Umfahrung von Meckenbeuren) bereitet bekanntlich ökologisch erhebliche Probleme, so dass einerseits zur Zeit die naturschutzfachlichen Planungsbeiträge bearbeitet werden und andererseits zu klären ist, ob aus Rechtsgründen eine erneute Variantenabwägung gegenüber einer Ostumfahrung durchzuführen ist. Über beides muss man sich in Tübingen den Kopf zerbrechen“.

Planungsstand Südumfahrung Kehlen – Vorstellung der Brückenplanung

Den Planungsstand zur Südumfahrung Kehlen, insbesondere die Brückenplanung, stellte der Leiter des Straßenbauamts, Tobias Gähr, im Gemeinderat vor (siehe Brückenbauwerk Südumfahrung Kehlen). Gegen den Planfeststellungsbeschluss aus dem Jahr 2008 sei noch eine Klage anhängig, diese werde aber voraussichtlich bis zum Sommer 2010 geklärt sein, so Gähr. Die Planung für das Brückenbauwerk werde zwischenzeitlich voran getrieben, mit großem Augenmerk auf das sehr sensible Gebiet und eine möglichst geringe Lärmabstrahlung. Ein „schlankes“ Brückenbauwerk mit Pfeilern als „Stützscheiben“ sei geplant. Auf die Frage von Fritz Weber, ob ein so genannter „Flüsterasphalt“ verwendet werde informiert Gähr, dass dies wegen dessen geringer Haltbarkeit nur dort Sinn mache, wo andere Lärmschutzmaßnahmen nicht möglich sei.

Hier sei ein umfassender Lärmschutz möglich. Die Gemeinde und der Landkreis investieren auf freiwilliger Basis weitere 380 000 Euro in den weitergehenden Lärmschutz. Bei dem verwendeten Asphalt handelt es sich um einen Lärm mindernden Asphalt, der ein Kompromiss aus Haltbarkeit und Effektivität darstelle, so Gähr. Die Bauzeit schätzt Gähr wegen des vorhandenen Untergrundes auf rund drei Jahre. Bürgermeister Schmid lobte die abschließende Planung verbunden mit der Bitte, den Prozess auch künftig professionell und transparent im Dialog mit der Gemeinde fortzuführen.

Öffentlich-rechtlicher Durchführungsvertrag zur Maßnahme „Hochwasserrückhaltung und ökologische Verbesserung Ramsbach“

Der Ramsbach im Ortsteil Reute entwässert in seinem Einzugsgebiet Teile der Gemarkung Tettnang und Kehlen. Da es am Durchlass der Moosstraße in Reute wiederholt zu Problemen im Zusammenhang mit Hochwasser kam, werden nun mehrere Maßnahmen in einem Gesamtprojekt zusammengefasst. So verpflichtet sich einerseits der Landkreis Bodenseekreis als Träger der Straßenbaulast für die Moosstraße zu einer Aufweitung des Durchlasses. Im Gegenzug sind die Kommunen Tettnang und Meckenbeuren bereit, östlich der Ortslage Reute auf der Gemarkungsgrenze eine gemeinsame Hochwasserrückhaltung zu errichten und zu bewirtschaften. Dies solle naturnah erfolgen. Als Beispiel diene die Anlage am Tobelbach östlich von Pfingstweid, die seit ca. 10 Jahren in Betrieb ist und die Hochwasserproblematik am Tobelbach deutlich entschärft hat. Die Baukosten von rund 670.000 Euro für die Rückhaltung Ramsbach werden je hälftig von Meckenbeuren und Tettnang getragen. Die Stadt Tettnang hat dem Vertragsentwurf bereits zugestimmt. Einstimmig wird dem Vertragsentwurf auch vom Meckenbeurer Gemeinderat zugestimmt. Mit den Arbeiten soll in Kürze begonnen werden.

 


Erstellt von Chr. Ehmann am 22.04.2010

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