
Mit diesem Jes-Projekt (Jugend engagiert sich) haben zehn Jugendliche mit Senioren aus allen Ortsteilen der Gemeinde die Geschichte ihrer Heimat erfahren und während des Projektzeitraums von einem Jahr viele interessante Begegnungen und Kontakte zu älteren Mitbürgern geknüpft. Begleitet wurde dieses Projekt von den Mentorinnen Sabine Jung-Bass, Helene Göbel, Klassenlehrerin Iris Wentz und Josef Friedel. „Die Begeisterungsfähigkeit der Jugendlchen war die ganze Zeit spürbar“, erinnerte sich Iris Wentz bei der Abschlussfeier und Sabine Jung-Bass fand es toll, dass alle so lange dabei geblieben sind. „Altes darf nicht verloren gehen“, dachte sich Helene Göbel und war mit dieser Projektidee auf viele Gleichgesinnte, Begeisterung und Offenheit bei der Theodor-Heuss-Schule wie auch bei den älteren Bürgern der Gemeinde gestoßen.
Das Projekt hat dazu beigetragen, den Jugendlichen ihre Wurzeln aufzuzeigen und Jung und Alt noch mehr zu verbinden. Dabei wurden Lebenserfahrungen, Lebensinhalte und die Geschichte der Gemeinde weiter gegeben und der Kontakt unter den Generationen und das Verständnis füreinander gefördert. Neben dem Themen „Ernährung früher und heute“ sowie „Leben in der Landwirtschaft und im Jahreskreis“ wurden das Altenpflegeheim St. Josef und viele alte zum Teil leerstehende Häuser besucht. Bei der Ortsbegehung in Kehlen besichtigte Franz Müller mit den Jugendlichen das Biserhaus und die Jugendlichen staunten über die vielen gut erhaltenen Dinge aus früheren Zeiten.
„Mein Kompliment an die Jugendlichen, ihr seit von Anfang an immer interessiert dabei gewesen“, lobte Josef Friedel und plant eine Broschüre über dieses Projekte zu erstellen.
„60 Jahre Bundesrepublik bedeutet auch 60 Jahre Demokratie und davon 20 Jahre in Einheit“, erinnerte Bürgermeister Andreas Schmid an die damit verbundenen Grundrechte. „Solche Menschen, die sich engagieren machen die Gemeinde wertvoll und liebenswert“, dankte er allen Beteiligten und überreichte als Zeichen der Wertschätzung Zertifikate an die Jugendlichen David Kutscha, Jonas Mandel, Julian Schiele, Albina Krasniqi, Rebecca Lang, Anika Peterfaj, Annika Stier, Nathalie Haller, Diana Rostek und Michael Oettel.
„Nicht nur die Schule ist ein Lernraum, sondern auch die Gemeinde“, betonte Rektor Max Jung und freut sich über die Begegnungen zwischen Jung und Alt, bei denen die Schüler viele Kompetenzen erlangt haben.
Zwölf Jes-Projekte wurden in der Gemeinde bereits durchgeführt, anfangs noch unterstützt von der Landesstiftung Baden-Württemberg. Im Jahr 2008 wurden 37 Städte und Gemeinden sowie zwei Landkreise als Träger mit dem JES-Siegel ausgezeichnet. Meckenbeuren war eine dieser Gemeiden und hat sich bereit erklärt, das Konzept „Jes – Jugend engagiert sich“ in Eigenregie weiter zu führen.
Erstellt von Chr. Ehmann am 20.06.2010
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