Gartenführung beeindruckt und gibt Anregungen

Gartenführung beeindruckt und gibt Anregungen

 

Zur Gartenführung bei Gerlinde Sachs hatte das Bürgerforum Ökologie im Rahmen des Jubiläums „10 Jahre Lokalen Agenda 21“ am Montag, 20.07.09 eingeladen. Neben den Agendamitgliedern interessierten sich zahlreiche Gartenliebhaber für den naturnah gestalteten Lebensraum. Gerlinde Sachs zeigte und erklärte dabei viel Wissenswertes über Gartengestaltung, Staudenarten, Sträucher, Bodenbeschaffenheit und Standortauswahl. Sie bevorzuge eine ausgeglichene Kombination aus blühenden Sträuchern und Stauden, so dass die nach Nahrung suchenden Bienen und Insekten von Frühjahr bis Herbst ein Angebot in ihrem Garten finden. Dabei seien bei ihr durchaus auch ausländische Wildsträucher zu finden, informierte Gerlinde Sachs mit dem Hinweis, dass die viele der beliebten Gartenstauden Wildstauden keine einheimischen Gewächse darstellen. So stamme der Phlox und die Astern aus Nordamerika und der Rittersporn aus den Karpaten.

 

Die ökologisch wertvolle Rispenhortensie biete ebenso wie der Storchschnabel und der Eisenhut eine wichtige Nahrungsquelle für Bienen und Insekten und sei sehr beliebt. „Auch gibt es ungefüllte Rosen, die öfters blühen“, informiert Gerlinde Sachs „und der Sommerflieder stellt eine unverzichtbare Nahrungsquelle für unzählige Falter, auch Nachtfalter dar“.

 

Davon konnten sich die Besucher vor Ort bestens überzeugen, ließen sich doch viele Falter den Saft des dunkel blühenden Flieders schmecken. Der Kerzenknöterrich blühe von Juli bis zum Oktober, zuvor biete aber der Steinquendel während seiner drei monatigen Blütezeit Nahrung und werde intensiv beflogen. Auch Schattengewächse konnten die Besucher bestaunen und auf die Frage nach dem Problem mit Mehltau informierte Gerlinde Sachs, dass viele Pflanzen am falschen Standort gepflanzt würden und durch ungeeignete Licht- und Bodenverhältnisse Mehltau bekämen. Wie sie das Problem „Schnecken“ und „Mäuse“ angehe wollten die Besucher ebenfalls wissen. Hier verwies Gerlinde Sachs auf die ausgelegte Mausefalle. Zur Bekämpfung der Schneckenplage streue sie durchaus auch Schneckenkorn, allerdings achte sie beim Einkauf auf den angegebenen Wirkstoff. Sie verwies bei Insektenvernichtungsmitteln auf die Definition „Insektenfreundlich“, die aber gar nicht so insektenfreundlich sind, sondern viele Insekten töten. Deshalb verzichtet sie konsequent auf Insektengifte

 

Bei der Neuanlage eines Gartens empfiehlt Gerlinde Sachs zunächst eine Boden- und Standortanalyse durchzuführen, um dann anschließend die Sträucher und Stauden auszuwählen, die für diesen Garten geeignet sind. Auf diesem Weg kommt man zu einem pflegeleichten Garten der vom Frühling bis zum Herbst den Menschen und Insekten viel zu bieten hat.

 


Erstellt von Chr. Ehmann am 22.07.2009

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