
Direkter Draht in die Verwaltung: Im Bodenseekreis geht die Behörden-Rufnummer 115 an den Start
Die T-City Friedrichshafen und einige der insgesamt 23 Gemeinden des Bodenseekreises gehören seit heute zu den Modellregionen für das Projekt einer bundeseinheitlichen Behörden-Rufnummer 115. Bürger erreichen jetzt montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr alle Behörden im Landkreis unter der einheitlichen Rufnummer 115.
Eine Nummer für alles
Egal, ob es um die Zulassung des Autos, den Personalausweis oder den Antrag auf Kindergeld geht: Wer in und rund um Friedrichshafen die Rufnummer 115 wählt, landet automatisch im zentralen Service-Center des Landratsamts Bodenseekreis. Hier beantworten speziell geschulte Mitarbeiter die eingehenden Anfragen entweder direkt oder leiten den Anrufer an den zuständigen Sachbearbeiter in den jeweiligen Ämtern weiter. „In vielen Fällen können unsere Mitarbeiter den Bürgern aber sofort weiterhelfen“, weiß Lothar Wölfle, Landrat des Bodenseekreises. „Denn von ihrem Arbeitsplatz greifen die Mitarbeiter direkt auf ein neues Wissensmanagement-System zu, in dem sie sämtliche Informationen zu mehr als 150 am häufigsten nachgefragten Leistungen der öffentlichen Verwaltung finden.“
Teilnehmende Gemeinden im Bodenseekreis
Die Städte Friedrichshafen, Markdorf, Überlingen und Meersburg sowie die Gemeinden Uhldingen-Mühlhofen, Kressbronn, Langenargen und Meckenbeuren sind die Modellregionen für das Projekt 115. Sie steuern detaillierte Informationen zu Ansprechpartnern und Zuständigkeiten in das kreisweit verfügbare Wissensmanagement ein, um schnelle Informationen im Erstkontakt zu ermöglichen. Für alle weiteren Kreisgemeinden stehen Basisinformationen zur Verfügung. Darüber hinaus werden eingehende Anfragen während der Öffnungszeiten in die Rathäuser weitergeleitet.
115 erstmals in einer ländlichen Region
Bis dato kann die 115 lediglich in einigen Metropolregionen und größeren Städten Deutschlands angewählt werden. „Wir sind stolz darauf, dass die T-City und die umliegenden Bodenseegemeinden die ersten Behörden im ländlichen Raum sind, die die Behörden-Rufnummer 115 in der Praxis testen“, so Ferdinand Tempel, Leiter der T-City Repräsentanz. Friedrichshafens Oberbürgermeister Andreas Brand unterstützt wie Landrat Lothar Wölfle und die Oberbürgermeister und Bürgermeister des Bodenseekreises das Projekt. „Der Start von 115 bietet für die Städte und Gemeinden in der Region die Chance zusammenzuarbeiten und ist ein wichtiger Schritt, um Bürokratie abzubauen und den Service zu optimieren.“, betont Andreas Brand
Das Warten hat ein Ende
Dass es sich hier nicht nur um Wunschdenken handelt, beweisen die ersten Ergebnisse aus anderen Testregionen in Deutschland wie Hamburg oder Berlin. So konnten von den 170.000 Anrufen, die beispielsweise im Mai 2009 in den Service-Centern eingingen, rund 80 Prozent innerhalb von 30 Sekunden angenommen werden. „Unsere Erfahrungen zeigen, dass ein telefonisches Service-Center die Erreichbarkeit einer Behörde beispielsweise von 50 auf bis zu 90 Prozent steigern kann“. „Wir sind sicher, dass mit der einheitlichen Behörden-Rufnummer 115 eine neue Service-Ära in den Verwaltungen begonnen hat, in der die Suche nach dem richtigen Ansprechpartner und lange Wartezeiten in der Telefonschleife endgültig der Vergangenheit angehören.
Erstellt am 28.01.2010
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