1.175 Bäume und Sträucher als Auewald entlang der Schussen gepflanzt

Bíld: (von rechts) FFG-Prokurist Michael Wosching, Bürgermeister Roland Weiß und die Mitarbeiter der Stiftung Liebenau: Norbert Möhrle, Sven Bahsitta, Michael Buemann, Karl-Heinz Mayer, Julian Pinkes und Hans-Jürgen Fischer. Auf dem Bild fehlt Marcel Stöppke

1.175 Bäume und Sträucher als Auewald entlang der Schussen gepflanzt

Durch verschiedene Neubaumaßnahmen auf dem Gelände des Flughafens Friedrichshafen, wie der Neuanlage des Parkplatzes P 4, die geplanten Verlegung der Halle E und des Wintergeräteplatzes, besteht ein naturschutzrechtlicher Ausgleichsbedarf in der Größenordnung von rund 2 Hektar.

Auf Anregung von Bürgermeister Roland Weiß konnte die Gemeinde Meckenbeuren zur Realisierung dieser Ausgleichsmaßnahme mehrere Grundstücke im Gewann „Meckenbeurer Wiesen“ erwerben. Gemeinsames Ziel ist die Renaturierung der Schussenaue. Diese soll auf einer Fläche von 2 Hektar ökologisch aufgewertet und dauerhaft erhalten werden. In Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde wurden für die Ausgleichsmaßnahme 1.175 standort- und artengerechte Bäume und Sträucher gepflanzt und ein 6.600 m² großer Auewald sowie eine 13.400 m² große artenreiche Extensivwiese angelegt.

Die Finanzierung der genannten Maßnahmen übernimmt der Flughafen Friedrichshafen.

Ausgeführt wurde die Bepflanzung durch die Stiftung Liebenau bzw. das Liebenauer Landleben. Auch die Pflege dieser artenreichen Extensivwiese sowie des Auenwaldes wird für die nächsten 5 Jahre durch die Stiftung Liebenau bzw. das Liebenauer Landleben durchgeführt. 

Im Rahmen des Projekts „Schussenaue“ im Landschaftspark Bodensee-Oberschwaben soll entlang der Schussen der Auwald durch natürliche Sukzession vergrößert und bisher landwirtschaftlich intensiv genutzte Flächen zu artenreichen Wiesen umgewandelt werden.

„Die Schussenaue ist neben der Bodensee-Oberschwaben-Bahn das Vorzeigeprojekt aller sieben Projekte der „Region der Zukunft“, wie sich die Region Bodensee-Oberschwaben seit der Verleihung des ersten Preises im Jahr 2000 nennen darf. Mit dieser Bepflanzung und der Beschilderung des Schussenweges sowie den drei geplanten Querungen über die Schussen wird die Schussenaue in Wert gesetzt und der Bevölkerung diese „Naturperle“ näher gebracht und erlebbar gemacht“, so Bürgermeister Weiß

Da die beantragten Zuschussmittel des Bundes nicht wie erwartet bewilligt wurden war es Aufgabe der Bürgermeister im Projekt Landschaftspark, nach anderweitigen Finanzierungsmöglichkeiten zu suchen. „Wir konzentrieren alle Ausgleichsmaßnahmen in diesen Bereich und setzen uns mit großer Kraft für die Aufwertung und naturnahen Gestaltung der Schussenaue ein“, informiert Weiß mit dem Hinweis, auch die konkurrierenden Interessen dabei zu berücksichtigen.

Bürgermeister Weiß dankte dem Flughafen Friedrichshafen für den mehrstelligen Betrag, der in diese Ausgleichsmaßnahme geflossen sei und zeigt sich sicher, dass dieser gute Früchte tragen wird. Sein Dank galt auch der Stiftung Liebenau für die kompetente Ausführung der Arbeiten. Die Gemeinde arbeite in vielen Bereichen sehr gut mit der Stiftung zusammen, so Weiß.

Für den Flughafen Friedrichshafen dankte Prokurist Michael Wosching der Gemeinde für die gute Zusammenarbeit und freut sich, dass die Gemeinde in Sachen Schussenaue damit einen großen Schritt weitergekommen sei.

Als ganzen „Strauß“ von Ausgleichsmaßnahmen bezeichnete Michael Wosching die vielen Maßnahmen, die natürlich nicht alle auf dem Flughafengelände ausgeglichen werden können. „Es ist schön, dass hier ein großflächiges Projekt geschnürt werden konnte und sich der Ausgleich nicht in zehn bis fünfzehn Einzelmaßnahmen verliere“, so Wosching. Der Flughafen Friedrichshafen sei stolz auf das Geschaffene und diese Ausgleichsmaßnahme, bei der es viele Gewinner gebe.

Ortsbaumeister Axel Beutner sowie der Verantwortliche der Stiftung Liebenau, Karl-Heinz Mayer erläuterten im Detail die jeweiligen Gehölze und Bäume, die zwischen 20 bis 25 Meter hoch werden. Alle Pflanzen und standortgerechten Gehölze stammen aus der Baumschule Bad Waldsee.

 


Erstellt von Chr. Ehmann am 19.05.2009

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