Entwicklungskonzept Bürgerpark „Ried“

 

 

Workshop „Bürgerpark Ried“

Etwa 50 Interessierte aus allen Altersschichten waren am 13. September 2016 der Einladung der Gemeinde gefolgt und haben sich mit Ideen und Vorschlägen zur Umgestaltung des Meckenbeurer Rieds eingebracht.

Die Gemeinde plant, die Naherholungs- und Freizeitanlage im Ried attraktiver zu gestalten. Der Gemeinderat hat deshalb das Büro Hornstein in Überlingen mit der Erstellung einer konzeptionellen Rahmenplanung für den Bürgerpark „Ried“ beauftragt. „Unser Ziel ist es, im Ried eine Aufenthaltsqualität für alle Altersgruppen herzustellen“, sagte Bürgermeister Andreas Schmid und nannte als Zielgruppen insbesondere Familien mit Kinder, Jugendliche sowie Erholungssuchende. „Wir möchten alle Bürgerinnen und Bürger frühzeitig einbetten in den Gesamtprozess und Ihre Anregungen mitnehmen“, erklärte er mit dem Hinweis, dass die finale Entscheidung dann beim Gemeinderat liege.

„Die Fläche ist ein Juwel. Es ist sehr selten, eine so große Grünfläche im besiedelten Raum zu haben, die so viele Möglichkeiten bietet“, sagte Landschaftsarchitekt Hornstein und stellte sein Konzept vor, das aber nicht „in Stein gemeißelt sei“, wie er betonte. Als Defizite nannte er die Eingangssituation und die schlechten Zugänge, das schlecht nutzbare Wegenetz, der erneuerungsbedürftige Spielbereich, fehlende Aufenthaltsmöglichkeiten und die nach Regen sehr nassen Grünflächen. Der Vorentwurf sehe verschiedene Maßnahmen vor, die modular umsetzbar seien, erklärte Hornstein. Zum einen sollten die Wege aufgewertet werden und die Erschließung über einen ausgebauten Hauptweg eventuell mit Beleuchtung erfolgen. Verschiedene Themenbereiche (Spielbereich, naturnaher Bereich, Sport- und Bewegungsfeld, Sandplatz, Grillstelle etc.) seien ebenso angedacht wie die verbesserte Einsehbarkeit im Hinblick auf eine gewisse Sozialkontrolle. Offene Wiesenflächen müssten eventuell über Drainagen entwässert werden, erklärte Hornstein wohlwissend, dass ausgewiesene Biotope hiervor ausgeschlossen wären. Ein vorsichtiger Umgang mit dem vorhandenen Gehölzbestand sieht Hornstein ebenfalls geboten.

„Das Ried ist im Moment ein Fremdkörper“, sagte Eberhard Luedecke und fand die Idee eines Bürgerparks gut. Allerdings vermisse er eine Bestandsaufnahme. Das Ried sollte erlebbarer gemacht werden, zum Beispiel über Erläuterungstafeln, lautete sein Vorschlag. Engelbert Sachs (BUND) hält das Konzept insgesamt für gut. „Allerdings ist der südliche Teil sehr nass und hat Biotopcharakter“, erklärte er. Norbert Schupp (NABU) wies auf die notwendige Umweltverträglichkeits- und Bestandsprüfung hin und sieht eine Entwässerung über Drainagen äußerst kritisch. Den Hinweis von Anwohnern auf die kritische Parkplatzsituation griff Bürgermeister Schmid auf und erklärte, dass Veranstaltungen wie Platzkonzerte oder Turniere im Ried nicht geplant seien und es wünschenswert sei, dass die genannten Zielgruppen fußläufig oder mit dem Fahrrad das Ried besuchen.

Aufgeteilt in die drei Zielgruppen Familien mit Kinder, Jugendliche und Erholungssuchende wurde schließlich die Vorplanung diskutiert und eigene Wünsche formuliert, die anschließend im Gesamtgremium präsentiert wurden. Ein Klettergerüst aus Baumstämmen, ein Sandkasten, eine Vogelnestschaukel und ein Wasserspielbereich zählten bei den Familien mit Kindern ebenso zu den Wünschen wie eine Beleuchtung am Hauptweg und genügend Mülleimer. Die Jugendlichen wünschen sich eine überdachte Grillstelle, Basketball- und Sportflächen mit Sitzgelegenheiten daneben und auf jeden Fall Toiletten. „Ist der Platz überhaupt geeignet für Freizeiteinrichtungen“, fragte sich die Gruppe der Erholungssuchenden, in der viele Anwohner vertreten waren. Ein Grillplatz sei nicht nötig und auch auf Sporteinrichtungen für Jugendliche blickte diese Gruppe sehr kritisch. Befürwortet wurde eine zurückhaltende Lösung mit Befahrbarkeit des Hauptweges, den Kinderspielplatz instand zu setzen, einen Barfuß- oder Sinnespark anzulegen und das Ried ansonsten als Naturraum zu belassen.

Bürgermeister Schmid blickte auf die verschiedenen, oft widerstrebenden  Interessen und betonte die gegenseitige Rücksichtnahme, die notwendig sei. „Wie naturnah bleibt das Ried und wie geht man mit den widerstreitenden Interessen um“, seien die Fragen, mit denen sich der Gemeinderat in seiner Sitzung am 21. September befassen müsse.

 

 

Vorentwurf


Erstellt am 13.09.2016

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