Bürgerempfang erfreut große Besucherschar

Große Resonanz hat am Freitag, 22. Januar 2016 der Bürgerempfang in der Aula des Bildungszentrums Meckenbeuren erfahren, zu dem die Gemeinde eingeladen hatte. Mehr als 300 Gäste folgten dieser Einladung und erlebten einen kurzweiligen Abend, musikalisch umrahmt von der Bigband der Musikschule „Blue Notes“ unter Leitung von Richard Nickel. Im Mittelpunkt stand die Ehrung von Bürgerinnen und Bürgern aus der Gemeinde, die im vergangenen Jahr besondere Leistungen erzielt oder sich in sonstiger Weise für die Gemeinde und die Gesellschaft besonders verdient gemacht haben. Bürgermeister Andreas Schmid begrüßte die Gäste mit einem herzlichen „Salem aleikum“ (der Friede sei mit euch) und blickte auf das vergangene Jahr zurück. „Ein Rückblick im großen weltumspannenden Maßstab ins Jahr 2015 zeigt eher eine düstere Seite. Das Jahr war geprägt durch eine erhöhte Grundspannung und eine überdurchschnittliche Unsicherheit in Deutschland“, sagte Schmid. Neben Griechenland- und Eurokrise seien Krieg, Flucht und Terror die aktuell dominierenden Themen in der Welt. „Zu unserer Verunsicherung tragen sicherlich sehr stark die Terroranschläge bei, welche insbesondere in Paris stattgefunden haben. Denn diese haben das Ziel, uns und unser Wertesystem zu treffen und uns dazu zu zwingen, unser Leben an diese Unsicherheit anzupassen. Hier gilt es konsequent unsere Werte zu verteidigen, indem wir sie leben. Hier sollten wir als Gesellschaft keinen Millimeter zurückweichen“, betonte er und verwies auch auf die Vorfälle in Köln, die prägenden Charakter hätten. Bürgermeister Schmid nannte drei Feststellungen, die aus seiner Sicht unverhandelbar seien: 1. Jeder Mensch der bei uns in Deutschland leben möchte und lebt muss sich an Gesetzt und Ordnung halten, unabhängig von wo er kommt. 2. Es darf in Deutschland keine rechtsfeien Räume geben, weder im Großen noch im Kleinen. 3. Wir haben die moralische und rechtliche Pflicht, denen Schutz zu gewähren, die auf Grundlage von Krieg, Verfolgung oder Folter ihr Herkunftsland verlassen müssen. Nur mit einer Mischung aus Vernunft- und Willkommenskultur könne es gelingen, diese „Herkulesaufgabe“ zu bewältigen, betonte der Bürgermeister.

Für Meckenbeuren war das Jahr 2015 „in vielen Bereichen durch eine konzeptionelle Vorarbeit oder durch vorgeschaltete Verfahrensschritte geprägt“, blickte der Schultes zurück und verwies auf die Mobilitätsgemeinde Meckenbeuren. Die Südumfahrung Kehlen nehme einen guten Verlauf, der ersehnte Lückenschluss Daimlerstraße mit der Entlastung für die Wiesental- und die Tettnanger Straße sei im letzten Jahr einen großen Schritt weitergekommen und für die B 30-neu sei es gelungen, diese als zentrales Verkehrsprojekt an Platz eins im Landkreis und im Regionalverband zu platzieren. Er hoffe, dass wie vom Regierungspräsidium angekündigt im Jahr 2016 eine Entscheidung getroffen werde. „Es wird in allen Trassenüberlegungen Gewinner und gefühlte oder tatsächliche Verlierer geben. Meine Grundhaltung an dieser Stelle ist, dass wir seitens der Gemeinde eine aktive und lösungsorientierte Rolle spielen müssen“, sagte Schmid.

Auch die Elektrifizierung der Südbahn sei auf dem besten Wege, endlich realisiert zu werden. „Intelligent mobil“ heiße für Meckenbeuren den Bürgern Rahmenbedingungen zu schaffen, damit diese bewusst entscheiden können, wie sie ihre individuellen Strecken zurücklegen wollen, sagte Schmid und verwies auf die Flinkster-Carsharing Autos, das Radwegekonzept, den Bike-Tower und das „emma“ BürgerMobil. In diesem Zusammenhang galt sein Dank allen ehrenamtlichen Fahrern und Vereinsfunktionären sowie allen Netzwerkpartnern. Die Themen Mobilität/Fahrradnetz/Busanbindung waren unter anderem auch Gegenstand der Kinder- und Jugendbeteiligung im November, die im Frühjahr mit Gesprächsrunden weitergeführt werden sollen. Als weitere große Themen sprach Bürgermeister Schmid die Schaffung von Wohnraum, die Weiterentwicklung des Kernbereichs Meckenbeuren und die nächste Großinvestition „unsere Halle Meckenbeuren“ an. Am Ende seiner Rede ging er nochmals auf das alles dominierende Thema des Jahres 2015 und sicherlich auch des Jahres 2016 ein. Es gehe um Menschen, die auf der Flucht vor Krieg und Verfolgung sind, ebenso um Menschen, die eine bessere wirtschaftliche Situation in Deutschland suchen. „Wir in Meckenbeuren geben momentan ca. 120 Menschen Schutz und Obdach und zwar mit einer unaufgeregten und positiven Stimmung“. Ab April/ Mai sollen weitere 60 Personen dazu kommen. Dass gewisse Ängste vor dem Fremden da seien, sei nachvollziehbar. Nicht nachvollziehbar und tolerierbar sei jedoch das populistische Nutzen dieser Ängste um ein unsägliches Menschenbild der Flüchtlinge zu malen. „Hier sollte für uns alle gelten: Wehret den Anfängen!“, sagte Schmid verbunden mit dem Dank an die Mitglieder des Freundeskreis Asyl und aller ehrenamtlich Tätigen in diesem Bereich. Sie alle, wie auch die Vereine, Kirchen, Polizei, Feuerwehr und andere Institutionen leisten einen enormen Beitrag dazu, „dass wir sind was wir sind: eine liebenswerte und lebenswerte Gemeinde“, schloss Bürgermeister Schmid seine Rede.

Im Anschluss wurden zwölf Personen mit Urkunden und Präsenten geehrt, die im vergangenen Jahr besondere Leistungen erzielt oder sich in sonstiger Weise für die Gemeinde und die Gesellschaft besonders verdient gemacht haben. “Sie haben das Gedächtnis unserer Gemeinde hergestellt“, lobte Bürgermeister Schmid die Arbeit von Josef Friedel und Richard Müller, die in mühevoller Arbeit das Gemeindearchiv aufbereitet haben. Mit musikalischen Leistungsträgern ging es weiter. Aaron Brugger (Trompete) wurde für seinen zweiten Preis beim Landeswettbewerb „Jugend musiziert“ geehrt, Simon Benz (Waldhorn) für seinen ersten Preis beim Landeswettbewerb „Jugend musiziert“. Als Bundessieger Schlagzeug und einem ersten Preis mit 24 von 25 Punkten wurden Christian Haas, Marius Jonasson und Tim Vögele geehrt und gaben anschließend eine Kostprobe ihres musikalischen Könnens. In der Kategorie Sport erhielt Vivian Votu für ihre Bronzemedaille bei der Karate-WM in Spanien die Ehrenurkunde der Gemeinde. Ebenso geehrt wurden Angelika Ullmann (Landesmeisterin) und Olaf Nessensohn (Zweiter Platz auf Landesebene) vom Schützenverein Brochenzell. Ein beeindruckender Film über die TransAlp leitete anschließend über zum Radsport und Markus Kaufmann, der mit dem Team Centurion-Vaude (auf der Bühne vertreten durch Richard Dämpfle) das sensationelle Triple bei der Trans-Alp, dem wichtigsten Etappenrennen in Europa, geschafft hat und dafür beim Bürgerempfang geehrt wurde. Da Marco Mathis im Trainingslager auf Mallorca weilte, nahm sein Vater Harald die Ehrung für den Deutschen Meister im Mannschaftszeitfahren entgegen.


Erstellt am 25.01.2016

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