Kinder- und Jugendbeteiligung

Aus der Gemeinderatssitzung vom 12. November 2015

Vorstellung der Ergebnisse der Kinder – und Jugendbeteiligung

Die Ergebnisse aus dem Jugendhearing im Bildungszentrum Meckenbeuren sowie die Ergebnisse der Erkundungstour durch den Ortsteil Brochenzell, die Schülerinnen und Schüler der Eugen-Bolz-Grundschule als „Gemeinde Detektive“ durchführten,  wurden in öffentlicher Sitzung dem Gemeinderat, der Verwaltung und der Bürgerschaft vorgestellt. Neben vielen Eltern waren auch zahlreiche Vereinsvertreter und interessierte Bürger der Einladung ins Rathaus gefolgt.  Moderiert wurde die Sitzung von Diplom Sozialpädagoge Udo Wenzl.

Die Grundschüler hatten sich aufgeteilt in fünf Gruppen die Spielplätze Brochenzells und den Schulhof vorgenommen, aber auch Schulwege wurden auf Stärken und Schwächen überprüft. Eine größere Hütte für den Waldspielplatz, mehr Fahrradabstellplätze und ein gemähter Rasen für den Spielplatz beim VfL-Sportplatz, außerdem ein Kletterturm, Vogelnestschaukel und eine größere Rutsche waren als Wünsche und Vorschläge zu hören, ebenso eine Sitzbank für den Schulhof. Ein Müllproblem machten die Kinder auf dem Spielplatz beim Altenheim aus. Hinsichtlich der Schulwege wurden ein weiterer Zebrastreifen in der Andreas-Hofer-Straße und eine Geschwindigkeitsüberwachung vorgeschlagen.

„Sensationell und richtig gut“, lobte Bürgermeister Schmid sowohl die Kritik als auch die Anregungen der Kinder. „Wir sind nicht auf diesen Plätzen auf denen ihr seid, toll, dass ihr uns das mitgeteilt habt“, dankte der Schultes wies aber gleichzeitig darauf hin, dass nicht immer alles realisierbar sei was man sich wünsche. Der Gemeinderat und die Verwaltung müsse sich mit den Fragen beschäftigen „Was dürfen wir?“, „Was können wir uns leisten?“ und „Was müssen andere dazu beitragen?“, sagte Bürgermeister Schmid im Hinblick auf einen offenen und ehrlichen Umgang mit den Kinder und Jugendlichen.

Begeistert vom Engagement der Jungen und Mädchen zeigte sich auch Anita Scheibitz (CDU) , appellierte aber zugleich an die Jungen und Mädchen, nicht nur Wünsche zu haben sondern sich auch aktiv einzubringen, z. B. Müll einzusammeln, Initiativen zu starten und sich über die Gemeindenachrichten zu informieren.

Die Schüler vom Bildungszentrum hatten sich intensiv mit den Themen Freizeit, Mobilität und Beteiligung beschäftigt. Schulsozialarbeiter Ralf Schwaiger wies darauf hin, dass es sich in Anbetracht der Diskussionsvielfalt und Fülle der Ideen und Vorschläge bei der heutigen Präsentation nur um einen Ausschnitt handeln könne.

Bemängelt wurde von den Jugendlichen, dass ein Schwimmbad fehle, ebenso ein Minigolfplatz, ein Kino, ein Grillplatz, eine überdachte Bushaltestelle am Bildungszentrum und schnelleres Internet. Positiv wurden die Sportangebote im Verein, Angebote an Festen, die Zugverbindung, das neue Schulgebäude, das Kim-Center, die Skaterbahn und das Jugendcafé gewertet.

Große Schwächen weisen die Busverbindungen auf, waren sich die Schüler einig. Die Kritik reichte von schlechter Taktung zwischen Bus und Bahn über  zu wenig Busse insbesondere am Abend, unlogischen Haltestellen  bis hin zu unfreundlichen Fahrern.

Eine Wiederholung eines solchen Tages und ein steter Kontakt zwischen der Schülermitverwaltung und dem Gemeinderat sowie Kontakt auch mit anderen Kommunen war zum Schluss ebenso der Wunsch der Jugendlichen.

„Sehr viel Inhalt und sehr viele Anregungen“, lobte Franz Assfalg (CDU) die Präsentationen und wies darauf hin, dass manche Dinge auf der Wunschliste längst vorhanden waren, wie der Grillplatz oder überdachte Bushaltestellen an der Schule in Buch und wegen Vandalismus dann aber abgebaut werden mussten.

Im Blick auf die Zukunft versprach Bürgermeister Schmid, dass die Radwege weiterentwickelt werden unf der Grillplatz mit den Jugendlichen diskutiert und 2016 umgesetzt werden soll. Ebenso soll jährlich ein Spielplatz in der Gemeinde genauer angeschaut und saniert werden. In Sachen Mobilität und Busverbindung soll das Gespräch und ein engerer Kontakt mit den Busbetrieben gesucht werden.

Moderator Udo Wenzel wertete den Abend als tollen Impuls für ein Konzept zur Kinder- und Jugendbeteiligung und wünschte sich, dass ein kontinuierlicher Austausch erfolge.

Nach einer kurzen Pause, in der sich die Besucher und Gemeinderatsmitglieder mit den Kindern und Jugendlichen an den vorbereiteten Stellwänden austauschen konnten, referierte Prof. Dr. Jürgen Kegelmann von der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung in Kehl  über Bürgerbeteiligung allgemein.

"Verwaltung, Politik und Gesellschaft entwickeln sich grundlegend weiter", sagte Kegelmann. Die Beteiligung der Bürger gehöre dazu. Bürgerbeteiligung reiche von der reinen Information bis hin zur Mit-Entscheidung. In der repräsentativen Demokratie liege die Entscheidungshoheit aber beim Gemeinderat.

In Kleingruppen diskutierten anschließend Schüler, Bürger, Gemeinderatsmitglieder und Vereinsvertreter welche Bedeutung Bürgerbeteiligung hat und was für die Beteiligungszukunft in Meckenbeuren besonders wichtig  ist.  

 

 


Erstellt am 13.11.2015

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