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Denkmale

Kulturgüter in Meckenbeuren

Das Backhaus

Lebendige Dorfgemeinschaft macht Denkmalschutz zum Erlebnis

Überwältigende Resonanz erfuhr am Sonntag, 8. September 2002, dem Tag des offenen Denkmals, die Einweihung des renovierten Ofenhauses auf der Hofstelle durch Erwin Geßler in Reute.
Unterstützt von fleißigen Helfern hatte der Organisator Herbert Gessler alle Hände voll zu tun, um dem bis in die Abendstunden anhaltenden Besucherstrom gerecht zu werden.
Immer wieder musste das Team um Bäckermeister Stefan Müller neuen Teig für die Holzofendinnete fertigen. Auch die aus einem großen Wurstkessel im Hof angebotenen Würste von Monika und Siegfried Lehle trugen dazu bei, die hungrigen Gäste zu versorgen.
Die Bewirtung hatte die Landjugendgruppe Meckenbeuren-Kehlen übernommen.

Eine Abordnung der Musikkapelle Kehlen unter Leitung von Martin Stocker ("Jask") umrahmte das Fest und sorgte für die richtige Sonntagsstimmung.

Denkmäler in Gebrauch

Neben Apfelsaft und Most wurde der original Reutener Apfelbrand und Obstwasser der Familie Lehle angeboten. Die interessierten Gäste konnten zudem in der Brennerei mitverfolgen, wie diese Obstbrände hergestellt werden.

Besitzer von museumsreifen Traktoren führten gleich zu Beginn des Festes einen Traktor-Korso durch. Die Landfrauen Meckenbeuren-Kehlen zeigten früher selbstverständlich gewesene Arbeiten wie Wäsche waschen oder Hopfen pflücken von Hand. Das Mähen mit der Sense und "s’Dängle" führte Hans Vallaster den Besuchern vor. Wer wollte, konnte selbst Hand anlegen und viele hatten sichtlich ihren Spaß an der ausgeführten Muskelarbeit.
An der eigens hierfür gestalteten Bilderwand am Scheunentor hatten die Besucher Gelegenheit, einzelne Baupläne und Dokumentationen der Renovierungsarbeiten anzuschauen. Zur Freude der Organisatoren nutzten viele Interessierte dieses Angebot und verschafften sich so einen Einblick in die durchgeführten Arbeiten.

Der Verkauf von Postkarten und Buttons trug zur finanziellen Unterstützung bei.
Auch an die kleinen Festbesucher hatten die Organisatoren gedacht. Während der ganzen Veranstaltung luden Konrad Aggeler und Heinz Elbs zu kostenlosen Fahrten mit dem Pferdefuhrwerk durch die Ortschaft Reute ein.

Früher war alles... mühevoller

Eingebunden in wunderschön und liebevoll gestalteten Blumenschmuck, der in mühevoller Arbeit von den Frauen aus dem Freundeskreis von Herbert Gessler dekoriert wurde, waren alte landwirtschaftliche Geräte und Maschinen zu sehen und weckten viele Erinnerungen an früher. Ältere Festbesucher kamen ebenso wie die auf der Hofstelle lebende Tante Theresia Geßler ins Erzählen, wie diese oder jene Arbeiten bei ihnen früher gemacht wurden.

Erinnern an früher soll auch die von Thomas Gessler angefertigte und an das unter Denkmalschutz stehende Ofenhaus angebrachte Tafel mit dem Wortlaut: "Erbaut 1871, renoviert 2002, Reute, den 8. September". In seiner Begrüßungsansprache bedankte sich Herbert Gessler bei dem Architekten Bruno Siegelin sowie bei allen, die an der Renovierung tatkräftig mitgewirkt und zum Gelingen dieses Festes beigetragen haben.

Beeindruckt vom Engagement Herbert Gesslers und der ganzen Dorfgemeinschaft zeigten sich Bürgermeister Roland Weiß und Ortsvorsteher Franz Assfalg, der die Schirmherrschaft übernommen hatte. In seinem Grußwort dankte Bürgermeister Weiß insbesondere der Familie Gessler für ihr Engagement im Interesse des Denkmalschutzes, den vielen Helferinnen und Helfern und Herbert Gessler für das bunte Rahmenprogramm. Es sei bestens gelungen, ein Denkmal zu erhalten, für den Denkmalschutz zu werben und diese Zielsetzungen für die Bürgerinnen und Bürger erlebbar zu machen. Gleichzeitig habe er den Eindruck gewonnen, dass mit diesem Dorffest ein weiterer Grundstein für die Dorfgemeinschaft Reute gelegt worden sei. In Form einer Geldspende brachte er diese Anerkennung der Gemeinde zum Ausdruck. Lob und Anerkennung für den Erhalt und die Wiederherstellung dieses historischen Gebäudes gab es auch von höherer Stelle. Dipl. Ing. Volker Caesar vom Landesdenkmalamt beim Regierungspräsidium Tübingen sowie Kreisbaumeister Claus Funk vom Landratsamt Bodenseekreis waren sichtlich erfreut von der Initiative und der ehrenamtlich geleisteten Arbeit der Eigentümer und deren Helfer. Alles in allem ein gelungenes Werk und ein obendrein gelungenes Fest, welches sicher nicht das Einzige rund um das renovierte Ofenhaus bleiben wird.


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